Kanada möchte nicht enden

Kanada

Wieder einmal sind 3 aufregende Wochen vergangen in denen wir viel schönes erlebt und gesehen haben .

DSCF2721

Sign Post Forrest in Watson Lake

Nach unserem Aufenthalt in Whitehorse ging es ca. 500 km auf dem Alaska Hwy. weiter in Richtung Watson Lake, wo wir den berühmten „Sign-Forrest“ besuchten und unsere jeweiligen Stadtschilder München und Tübingen (und auch Kiebingen) wiederfanden.
Nachdem wir unsere Vorräte im Supermarkt für rund 800 km (10Tage) aufgefüllt haben, fuhren wir auf den Cassiar Hwy. weiter und verließen somit den Yukon und erreichten das schöne und unglaublich große British Columbia.
Der Cassier Hwy. ist eine wesentlich kleinere und engere Strasse als der Alaska Hwy. und gleicht daher mehr einer atemberaubenden Bergstrasse mit wesentlich weniger Verkehr, dafür mit vielen „up and downs“. Umsäumt von nicht endenden Wäldern, Flüssen und Seen, die das Panorama vervollständigen, fuhren wir weiter in gen Süden.

DSCF2756

Karibik oder Kanada? Boya Lake in B.C.

Einer der schönsten Spots, den wir eher zufällig fanden, war der Campingplatz am Boya Lake. Ein See, der von der Grösse eher ans Meer erinnerte als an einen Bergsee in einem engem Tal.
Hier lernten wir viele neue Leute kennen wie Ron und Judy, die uns erst zum BBQ und danach auf ihre Walnussfarm in Kalifornien eingeladen haben, wo wir im September vorbeischauen möchten.

Von Boya Lake ging es durch einzigartige Natur weiter in Richtung Kitwanga. Die beeindruckenden Ausläufer der Rocky Mountains brachten uns einige Male zum Schwitzen.
Teilweise fuhren wir mehrere hundert Kilometer um in die nächste Ortschaft zu kommen. Es ist ungefähr als ob man von München nach Berlin fährt um dort eine überteuerte Tankstelle vorzufinden, dazwischen ist nichts, aber die Freude war dafür umso größer, wenn das Etappenziel erreicht wurde.

DSCF2763

Nico auf dem Cassier Highway

So schlugen wir an unvergesslichen, einsamen Plätzen unser Lager auf, immer häufiger sahen wir dabei Bären und anderes Wildtier. Leider hat uns das Wetter einige Regentage beschert, aber in den Bergen wechselt das Wetter eben recht schnell. Dennoch liegen wir voll in unserem groben Zeitplan und freuen uns schon in dichter besiedelte Regionen zu kommen. Sandro und Phillip haben sich in Kitwanga entschieden zur Küste zu fahren um dort mit der Fähre via Vancouver Island in die Staaten zu kommen. Nico und ich fahren auf dem Landweg weiter und bleiben somit auf der circa 700 km längeren Hauptroute, ab Seattle werden wir wieder als Trio unterwegs sein. Philipp fährt jetzt solo weiter, Sandro treffen wir in den Staaten wieder. Nico und ich sind heute in Smithers angekommen, wo wir unsere Vorräte auffüllen und uns organisieren.
Gestern Abend wurden wir auf dem Highway von einem Schwarzbären gejagt, keine 5 Meter hinter uns setzte der ausgewachsene Bär zum Sprint an. Glücklicherweise kam in diesem Moment auch ein Auto von hinten und erwischte den Bären frontal.

Ergebnis: Bär tot, Auto kaputt, Julian und Nico heil. Danach brauchten wir allerdings einen Schnaps. In einem Indianerreservoir wurden wir danach freundlich aufgenommen und durften unser Zelt aufschlagen.

Leider gibt dieses Zelt den Geist auf und wir bekommen regelmässig Besuch von

DCIM100GOPROG0021048.

Das Trio for Rio mit Chris aus Manchester.

Moskitos und anderen nervigen Viechern. Falls jemand Mitleid hat und an einer „Zeltgeldspende“ interessiert ist, Kontakt- und Bankdaten sind auf unserer Homepage zu finden. Vielen Dank.

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns auf die Staaten und einen tollen Herbst in Mexico.

Sportliche Grüße Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder.

Von Alaska nach Kanada

Alaska/USA, Kanada

Hallo zusammen,

DSCF2591

Julian und Nico haben Kanada fest im Griff.

schon wieder sind 2 aufregende Wochen vergangen in welchen einiges passiert ist. Bei Rekordtemperaturen verlassen wir, ausgestattet mit Proviant für 10 Tage, Fairbanks/Alaska in Richtung kanadische Grenze. Leider lodern, durch die hohen Temperaturen mit über 40 Grad, einige Buschfeuer. Da wir eingekreist sind von gleich mehreren Feuern und der Wind ständig dreht, müssen wir uns auf die Auskünfte der Bevölkerung verlassen und radeln weiter, durch den dichten Rauch sind die Sichtverhältnisse eher beschränkt und es fährt eine gewisser Nervenkitzel mit. Nach 2 Regennächten sind die Feuer schneller unter Kontrolle als erwarten und wir fahren beruhigter durch eine unvergessliche Natur.

DSCF2610

Sandro’s Süßigkeiten locken den Grizzly aus dem Wald.

Immer häufiger bekommen wir Besuch von Wildtieren, egal ob Grizzly, Schwarzbären, Elche, Stinktiere, Weißkopfseeadler, Kojoten etc. inzwischen waren wir allen recht nah. In Kanada sind wir Ende Juni angekommen und haben gestern Whitehorse erreicht, wo wir die 4000 Kilometer Marke knackten. Kanada macht uns das campen im „Busch“ ähnlich einfach wie Alaska, es findet sich immer ein geeigneter Bade- und Zeltplatz und das Wetter spielt uns regelmässig in die Karten, so hatten wir bislang nur Nachts einige kleinere Wolkenbrüche. 28 Tage sind wir nun bereits in Alaska/Kanada unterwegs bei 28 Übernachtungen fanden wir

DCIM100GOPROGOPR1036.

Wildzelten am Pickhandle Lake.

19 x einen Platz in der Natur, 6 x gönnten wir uns einen Campingplatz und 3 x wurden wir eingeladen in einer Scheune zu übernachten, so kann es gerne weitergehen. Egal wo wir auftauchen interessieren sich Menschen für unsere Tour, bieten uns Lebensmittel an, lassen uns übernachten und helfen uns weiter, in dieser Hinsicht scheint unsere Tour unter einem sehr gutem Stern zu stehen, tolle Begegnungen haben wir bereits machen dürfen und freuen uns auf die kommenden.

DSCF2639

Das Trio am Kluane Lake/Kanada.

In Whitehorse füllen wir unsere Vorräte auf, waschen Wäsche, erledigen kleinere Wartungsarbeiten und relaxen für 2 Tage. Die nächsten Wochen werden wohl etwas hügeliger und die Möglichkeiten unsere Lebensmittel aufzufüllen sind eher rar, es geht knapp 3000 Kilometer quer durch den Wald. Gerade die grossen Entfernungen und die endlosen Wälder, die riesigen Seen und die strömenden Flüsse geben uns den Eindruck das hier alles einfach unendlich ist. Jeder Tag ist etwas Besonderes und hält Überraschungen bereit, wir lassen uns auf einer tollen Welle treiben und freuen uns auf unsere täglichen großen und kleinen Abenteuer.

Die letzten beiden Wochen radelte Philipp weiter mit uns mit, eventuell wird das Trio

DCIM100GOPROGOPR1059.

Unser Camp und Philipp am Kluane Lake, welcher herrlich erfrischend war.

noch für einige Kilometer ein Quattro bleiben.

Bislang liegen wir extrem gut in unserem grobem Zeitplan und sollten in circa 6 Wochen sollten wir in Washington sein und somit wieder auf amerikanischem Boden.

Weiterhin vielen Dank für die zahlreichen Nachrichten auf unserer Homepage und bei Facebook, leider ist es uns nicht möglich alle zu beantworten, da die Möglichkeiten online zu gehen aus geografischen Gründen eher beschränkt sind. Dennoch freuen wir uns über jede Nachricht, jeden Kommentar und all die „Likes“. Danke!

Schöne Grüße aus Kanada,

Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder findest Du hier.