Trailer für unser geplantes Crowdfunding Projekt

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Servus Miteinander,

die lange Zeit des Wartens hat hiermit ein Ende. Wir präsentieren stolz unseren ersten Trailer zu unserem geplanten Crowdfunding Projekt, mit welchem wir unseren Traum vom Film über unsere Reise zu Olympia 2016 in Rio realisieren wollen.

Wie ihr seht arbeiten wir eifrig an unserem Film-Projekt.

Seid gespannt und viel Spass beim anschauen. Wir haben noch 2000 Kilometer vor uns und freuen uns auf die herbstliche Heimat im Oktober.

Grüße aus Spanien,
Nico und Julian

Guatemala – El Salvador – Honduras und Nicaragua

El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua
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Castillo de San Felipe auf dem Lago de Itzabel.

Das Länderpunktekonto rasselte in den letzten Wochen gehörig, inzwischen sind wir in Nicaragua und damit in Land Nr. 14 angekommen. Aber jetzt machen wir erstmal einen Sprung zurück nach Guatemala und zu unserem letzten Update in Rio Dulce. Bevor wir aufbrachen machten wir noch eine kleine Bootstour über den Lago de Itzabal, immerhin einer der grössten Seen in Zentralamerika, wir bestaunten dabei die Festung Castillo de San Felipe, welche von den spanischen Kolonialherren erbaut wurde um die berüchtigten britischen Piraten fernzuhalten, Geschichte pur.

Mit blitzblank geputzten Rädern machen wir uns auf den Weg um Zentralamerika weiter gründlich zu erobern und um unserer eigenen Geschichte weitere Kapitel hinzuzufügen. Die Strassen in Guatemala sind sehr befahren, tausende Trucks mit geisteskranken Fahrern brettern an uns vorbei um den nahen Containerhafen von Puerto Barrios zu erreichen, dort beginnt eine lange Schiffsfahrt für all die Container in alle Erdteile dieser Welt. Wir werden eingestaubt und von oben bis unten mit Abgasen eingedeckt, über die VW Abgasaffäre können die Leute hier nur lachen, nichts weiter als ein Kinderfurz, jeden Abend brennen uns gewaltig die Augen und die Klamotten triefen vor Schmutz. Die Bananen welche ihr in der letzten Wochen im Supermarkt gekauft habt, sind vor knapp 14 Tagen an uns vorbeigesaust, bei der nächsten Banane könnt ihr also gerne an uns denken.

Wir fahren durch ein herrliches, breites Tal mit viel Wald und genügend Zeltmöglichkeiten, am Strassenrand werden uns die tollsten exotischen Früchte und andere Leckerbissen, manchmal auch Riesenechsen, angeboten. Vor noch nicht all zu langer Zeit fuhren wir durch die dichten Wälder Alaskas und Kanadas jetzt, gut 7 Monate später, fahren wir durch riesige Bananenplantagen in Guatemala. All diese verschiedenen Regionen und Kulturen sind mit einer Strasse verbunden welche wir mit eigener Kraft abgeradelt sind, manchmal müssen wir uns selbst klar machen, das dies unsere Geschichte ist und wir uns mittendrin befinden und nicht träumen.

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Rodurico möchte uns im Auto mitnehmen, wir lehnen ab und geniessen die lange Bergabfahrt.

Auf dem Weg nach El Salvador müssen wir mehrere Bergpassagen und etliche Höhenmeter überwinden, es ist eine Quälerei und der Wind zeigt sich dabei wenig hilfsbereit. Da wir uns noch immer auf der karibischen Seite befinden, sind nicht nur die Nächte schwül, auch die Tage sind extrem schweißtreibend, wir trinken daher locker unsere 6-8 Liter Wasser am Tag, aber die scheinen zu verdampfen, Pinkelpausen legen wir jedenfalls kaum ein. Je höher wir kommen umso mehr reden die Einheimischen, vielleicht liegt es an der Höhenluft oder am Mangel an Gesprächspartner. Aber Olga und Rodurico schwafeln uns ewig zu, anscheinend muss der komplette Wortschatz raus, jeder Gedanke welcher sich irgendwann mal angesammelt hat wird uns erzählt. Letztendlich müssen wir versprechen die Beiden in unserem Blog zu erwähnen, hätten wir dies nicht getan würden wir vermutlich heute noch in den Bergen Guatemalas mit glühenden Ohren festsitzen. Die Zeltplätze in den Bergen sind traumhaft, die Strassen überraschend gut und so kommen wir an der Grenze zu El Salvador, im Städtchen San Cristobal, an.

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Zelten am Fluss bei Asuncion Mita.

Ja, da war doch noch was! Richtig, wir sind illegal nach Guatemala eingereist und bei den Zöllnern an der Grenze beginnt ein 2-tägiger Affenzirkus. Die Kurzfassung: Wir dürfen nicht ausreisen und daher auch nicht weiter nach El Salvador, anfangs scheint es so, als ob das Problem vor Ort gelöst werden kann, dem ist nicht so. Nach 2 Stunden Hickhack sitzen wir in einem buntem, klapprigen Bus nach Guatemala City, dort sollen wir uns beim „Service de

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„Offiziell“ in Guatemala. Nun können wir ausreisen.

Migration“ den nötigen Stempel holen. Hört sich recht einfach an, isses aber nicht. Am nächsten Tag beginnt eine 5-stündige bürokratische Lehrstunde für uns. Wir schmieren den Wachmann damit wir in der Schlange vorne stehen dürfen, das hätten wir uns aber auch sparen können. Wir werden von Schalter zu Schalter geschickt, von Etage zu Etage, entweder bekommen wir ein Kopfschütteln oder werden zum vorigem Schalter zurückgeschickt. Wir rennen zum Kopiermann und zur Kasse, müssen warten und wieder zum Kopiermann, zahlen eine Strafgebühr von 27€ für illegales Einreisen und müssen wieder 2 Stunden warten, zwischendurch haben wir jeder 15 Papiere in der Hand und keinen Plan für was die genau sind. Ein Irrenhaus ohne Ausgang, gehen eigentlich alle Amtsmitarbeiter auf der ganzen Welt auf die gleiche Beklopptenschule? Egal ob du in München zum KVR gehst und dich Frau Kleingeist bedient oder hier in Guatemala, wenn der Beamte nicht will, will er nicht. Naja, nach einem aufregenden Vormittag im Spinnennetz der guatemalischen Bürokratie haben wir den notwendigen Stempel. Ohne Nico’s Spanischkenntnisse wären wir, nicht nur hier, oft ziemlich aufgeschmissen und würden dumm aus der Wäsche schauen.

Am selben Nachmittag bringt uns der Bus zurück an die Grenze, 24 Stunden nach dem ersten Einreiseversuch klappt der Zweite problemlos und wir dürfen Land nur 12 und damit El Salvador erkunden.

Durch El Salvador und Honduras wollen wir relativ schnell durch, das haben wir vorher besprochen. Beide Länder haben mit die höchste Mord – und Kriminalitätsrate der Welt, für 100$ geschehen hier Morde, das Auswärtigeamt warnt vor beiden Ländern gleichermassen. Nicht nur Reisende, sondern auch Einheimische empfehlen uns nach 17Uhr nicht auf der Strasse zu sein. Wir hören von tödlichen Messerstechereien und sehen tragische tödliche Autounfälle,

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Wir campen bei Kikke im Garten und geniessen den Sonnenuntergang.

dennoch haben beide Länder was sehr herzliches. Nicht nur die Natur, mit ihren zahlreichen Vulkanen und Sandstränden, weiss zu begeistern auch die Einheimischen haben einen tollen Charme und winken uns freudig zu, erklären uns geduldig den Weg, lassen uns im Garten campen, reparieren unserer Räder kostenlos und sind dankbare Zuhörer unserer Geschichten. Auch die inzwischen obligatorischen „Go Gringo Go“ Rufe kommen von Herzen und beflügeln uns. Auf der anderen Seite sind die Leute hier bewaffnet wir im Bürgerkrieg, überall sehen wir Pistolen, Pumpguns und andere Handfeuerwaffen, die obligatorische Machete findet sich beinahe bei jedem Mann und erscheint hier eher harmlos. Beide Länder haben definitiv zwei Gesichter.

Mit El Salvador, Honduras und später Nicaragua bereisen wir wieder die Pazifikseite, die Nächte sind angenehm kühl, tagsüber erreichen wir dennoch schon gegen 10 Uhr die 38°C bei einer eher trockenen Hitze. Die Strassenverhältnisse in beiden Ländern sind überraschend gut, die vielen Tierkadaver und der brennende Müll im Strassengraben fallen dagegen negativ ins Auge.

Manchmal fühlen wir uns wie Skifahrer des Riesenslaloms, ständig müssen wir Glasscherben, zerfetzten Autoreifen oder anderen spitzen Dingen ausweichen, ein Wunder das unsere Reifen nicht öfters zischen und geflickt werden müssen. Julian führt übrigens unsere Plattfußstatistik weiter souverän mit 16 Platten an und ist damit, dank seiner risikofreudigen Fahrweise, auf olympischen Goldkurs vor Sandro (13) welcher sich mit Nico (12) eine heisses Rennen um die Silbermedaille liefert. Auch unsere Ausgaben von 18.11€ p.P./Tag in Guatemala (inklusive Strafgebühr), 10.30€ in El Salvador und 13.25€ in Honduras wollen wir hier, für alle Statistikfreunde, erwähnen, wir liegen damit im grünen Bereich.

Vorbei an weltberühmten Surfstränden, wie dem „Playa El Tunco“, dort finden die jährlichen zentralamerikanische Surfmeisterschaften statt und einzigartigen Vulkanlagunen geht es über Honduras, auf der original Panamericanaroute, nach Nicaragua.

Jedes Land, jeder Meter, jeder Augenblick ist so schnell unwiderruflich vorbei. Wir fahren und beobachten und schon steht der nächste Tag bereit, wir versuchen den Moment zu geniessen, doch auch der gehört gleich wieder der Vergangenheit an. Es ist ein tolles Gefühl im Zelt zu liegen, den Grillen bei ihren abendlichen Konzerten zu zuhören, den Tag Revue passieren zu lassen, von krähenden Hähnen geweckt zu werden. Die Spannung zu spüren, ob heute Nacht alles ruhig bleibt? Kommt jemand vorbei? Einfach das echte Leben hautnah und live zu spüren.

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Vulkan San Cristobal in Nicaragua.

Jetzt sind wir also in Nicaragua, dem Land mit der weltweit grössten Kakao-Produktion, das Länderpunktekonto steht bei Land Nr. 14 erstmal still, die Waffen sind verschwunden, Nicaragua macht einen sicheren und sauberen Eindruck. Der pazifische Feuerring, so wird die Vulkankette genannt, welche sich durch Zentralamerika zieht, sticht auch hier eindrucksvoll hervor. Die Landschaft könnte auch eine Steppenlandschaft im Afrikas Osten sein, nur die grossen, wilden Tiere fehlen. Dafür holpern Ochsengespanne über die Strassen und Cowboys treiben ihre Rinder auf die Weiden. Da die politische Situation hier stabiler wirkt, wie in El Salvador und Honduras, sind die Menschen hier scheinbar sorgloser, gemütlicher und schauen  zuversichtlicher in die Zukunft.

Heute am, 27.01.2016, sind wir exakt 9 Monate unterwegs, passend zu unserem kleinem Jubiläum haben wir gestern Abend die 16.000km voll gemacht. Wahnsinn, 16.000km sind genau 10.000 Meilen und entsprechen der Luftlinie Deutschland -Australien. 9 Monate Abenteuer, 9 Monate Leben pur und noch viele werden folgen.

Da die Preise hier relativ gering sind und das Nachbarland Costa Rica wieder teurer werden soll, werden wir uns für Nicaragua etwas mehr Zeit nehmen und den ein oder anderen Tag am Strand oder am Nicaraguasee verbringen.

Eine Email an den DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) blieb leider unbeantwortet, wir dachten als „die Jungs mit der interessantesten und längsten Anreise“ hätten wir gute Chancen auf vergünstigte oder gar kostenlose Tickets für die Spiele in Rio. Leider sind die Damen und Herren anscheinend nicht so angetan von unserer Anfrage und blieben uns eine Antwort schuldig. Falls jemand, jemanden kennt, der jemanden kennt mit Kontakten, einfach bei uns melden, danke. Trotzdem gilt für uns das Motto „Dabei sein ist alles!“ und Stück für Stück, Meter für Meter kommen wir, mit unseren unverwüstlichen Rädern der Fahrradmanufaktur, dem olympischen Traum täglich näher.

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Julian, Nico und Sandro.

Unseren Sonderbericht von letzter Woche, „Trio vor ungewisser Zukunft!!!“ haben eventuell einige von euch gelesen, wir danken für das Feedback und arbeiten weiter am gemeinsamen Zieleinlauf. Wir reisen noch zusammen und versuchen Kompromisse zu finden und Absprachen zu treffen.

Euch nur das Beste.

Grüße aus Leon in Nicaragua,

Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder findest Du in unserer Galerie.

Sonderbericht: Trio vor ungewisser Zukunft!!!

El Salvador

Wir wollen kein Geheimnis draus machen, aber in den letzten Wochen kriselt es in unserer kleinen Radgemeinschaft und zwar ordentlich. Die verbale Kommunikation ist die einfachste und effizienteste Methode unter Menschen sich mitzuteilen und um seine Bedürfnisse, Wünsche und Ideen etc. zum Ausdruck zu bringen. Leider klappt dies in unserem Team immer weniger, was Nico und ich zu viel reden, redet Sandro definitiv zu wenig, dies ist Sandro bewusst und er weiss auch das dies oft zu Missverständnissen und Unklarheiten bei Nico und mir führt. Das Problem an der ganzen Sache ist eigentlich ganz einfach, wer nicht redet, dem kann dementsprechend auch nicht zugehört und geholfen werden. Ab und an verliert sich jeder mal in seiner Gedankenwelt, Gedankengänge verselbstständigen sich, Wünsche, Sorgen, Ideen und Vorstellungen ändern sich auf so einer Reise quasi laufend. Wir können alle keine Gedanken lesen, daher ist es denkbar schlecht, wenn solche neuen Ansätze nicht besprochen werden, sondern nur in der eigenen Welt bestehen bleiben und das verbale Ventil verschlossen bleibt.

Heimlich, still und leise ohne jegliche Andeutung hat Sandro seinen Heimflug gebucht, die Enttäuschung bei Nico und mir war bzw. ist gross und das Vertrauen in Sandro ist kräftig geschmolzen. Wir sind hier, wie unser Name schon sagt, als Trio unterwegs und dem nötigem Vertrauen und dem gegenseitigem Respekt dient so eine Aktion nicht.  Ich-Aktionen sind in einem Team, gerade in einem kleinem Team wie unserem, immer schwierig, gerade wenn es um wichtige Entscheidungen geht sollten die jeweils andern beiden informiert werden. Es ist leider nicht die erste Einzelaktion die einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt, bislang haben wir beide Augen kräftig zusammengedrückt und uns mit einem „das wird schon wieder“ erneut aufs Rad geschwungen.

Keiner wird hier gezwungen an unserer Expedition teilzunehmen, Sandro kann gerne sein Tempo erhöhen und sich seinen eigenen Weg nach Brasilien suchen. Jeder von uns hat das Recht abzubrechen, andere Wege zu suchen oder seine Ziel neu zu justieren, aber eine Mitteilung an die restliche Gruppe ist das Mindeste was wir gegenseitig voneinander erwarten können. Nico und ich haben diese Reise 2 Jahre im Vorfeld geplant und organisiert und wir liegen ausserordentlich gut in unserem Zeitplan, bislang sind wir gut mit den Jahreszeiten in den verschiedenen Ländern zurechtgekommen und unser Konzept geht weiterhin voll auf. Eventuell war es unser Fehler Sandro in diese Planung nich weiter einzubeziehen, aber er hatte leider nicht die erforderliche Zeit aufbringen können bzw. schenkte uns dankbar sein Vertrauen und über lies das Organisatorische gerne uns.

Inzwischen sind wir also an einem Punkt angelangt, wo wir ernsthaft überlegen, ob wir weiter zusammen fahren sollten, gerade der Freundschaft wegen. Keine Reise ist es wert eine Freundschaft zu opfern und bevor wir hier übereinander herfallen ist es besser die Reissleine zu ziehen und das Trio in ein Duo umzuwandeln, da sind wir alle einer Meinung. Die Gemeinschaftskasse wurde bereits aufgelöst, es wird z.T. getrennt gekocht und eingekauft, für Aussenstehende muss das sehr bizarr aussehen und uns in einem seltsamen Licht erscheinen lassen, gerade wenn wir unser gemeinsame Trio-for-Rio-Geschichte erzählt haben. Eigentlich fühlt sich das an wie eine Scheidung auf Raten, nur noch der gemeinsame Haushalt, in unserem Fall die gemeinsamen Zeltplätze bzw. die Übernachtungen und die grobe Richtung haben eine Gemeinsamkeit. Sandro entscheidet für sich, Nico und ich entscheiden für uns.

Sandro’s Vorschlag, dass wir noch solange zusammenfahren wie es geht und uns dann endgültig für verschiedene Routen bzw. für verschiedene zeitliche Rahmen entscheiden wurde daher von Nico und mir angenommen und akzeptiert. Wir sind die Letzten die jemanden „vor die Tür setzen“, aber was tun wenn kein Gespräch Früchte trägt und kein gemeinsamer Nenner gefunden wird?

Diesen Zeilen haben wir bewusst in einer guten Phase geschrieben und nicht am absoluten Nullpunkt der Wut oder der Enttäuschung, damit wir den Prozess beschreiben bzw. die eventuelle Trennung nicht den Anschein einer spontanen Kurzschlussreaktion hat. Klar hätten wir auch weiterhin „Friede, Freude, Eierkuchen“ – Stimmung vermitteln können, aber bislang haben wir nur Tatsachenberichte online gestellt, das diese auch mal negativ behaftet sein können liegt auf der Hand.

Wir arbeiten weiter an uns, den Traum vom gemeinsamen Einlauf in Rio haben wir jedenfalls noch lange nicht begraben und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es ist die Reise unseres Lebens, diese Reise ist zu schade um schnell abgehackt zu werden, wir wollen links und rechts des Weges Ausschau halten und nach neuen, interessanten Menschen, Kulturen, Abenteuern und anderen kleinen und grossen Dingen unsere Fühler ausstrecken, Schnelligkeit spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. Wir werden jedenfalls Sandro nicht im Wege stehen, das wäre nicht fair, falls er sich für eine individuelle weiterreise entscheidet, diese Entscheidung liegt alleine bei ihm. Andererseits sind wir es Leid um Sandro’s Launen herumzutanzen, angeschwiegen zu werden  und vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Zum Streit gehören immer mindestens 2 Parteien, auch Nico und ich haben unser Eigenheiten und sind nicht immer pflegeleicht, aber bislang haben wir über die Kommunikation immer einen, für alle, akzeptablen Weg gefunden. Klar, müssen unser Verhalten auch hinterfragen und Sandro Sichtweise einnehmen.

Die letzten 9 Monate und die gemeinsamen circa 15.500Km sind unvergesslich, wir haben zusammen gelacht, geschwitzt, Länder erobert, zusammen Berge erklommen, Täler durchquert und hatten jede Menge Spass. Wir werden keine „schmutzige Wäsche waschen“ und keine weiteren Kommentare abgeben, öffentlich Onlineattacken sind das Letzte was wir wollen.

Unsere Freundschaft ist gute 13 Jahre alt und unter normalen Umständen stabil. Vielleicht haben wir uns mit dieser Reise einfach psychisch und physisch zufiel zugemutet und stossen an unsere Grenzen. Um in München um die Häuser zu ziehen oder für einen 4 Wochen Abenteuerurlaub sind wir optimal für einander geschaffen.

Egal ob es als Trio oder als Duo weitergeht, unseren 14-tägigen Bericht und die Bilder auf trioforrio.com und auf Facebook werden Nico und ich natürlich, wie gehabt, weiter für Euch schreiben bzw. hochladen. Wie gesagt handelt es sich hierbei um einen Sonderbericht bzw. einen Zwischenbericht, den normalen Bericht zu Guatemala, El Salvador und Honduras sollten wir nächste Woche fertig haben.

Wir danken für Euer Verständnis. Jetzt liegt es also an uns dreien, zu sehen wie es weitergeht.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom…bzw. Rio. Danke.

Ps: Dieser Bericht wurde von Nico, Julian und Sandro abgesegnet.

Sonnige Grüße aus El Salvador,

Julian, Nico und Sandro.