Trailer für unser geplantes Crowdfunding Projekt

Alaska/USA, Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Deutschland, Ecuador, El Salvador, England, Frankreich, Guatemala, Honduras, Island, Kanada, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Portugal, Schottland, Spanien, USA

Servus Miteinander,

die lange Zeit des Wartens hat hiermit ein Ende. Wir präsentieren stolz unseren ersten Trailer zu unserem geplanten Crowdfunding Projekt, mit welchem wir unseren Traum vom Film über unsere Reise zu Olympia 2016 in Rio realisieren wollen.

Wie ihr seht arbeiten wir eifrig an unserem Film-Projekt.

Seid gespannt und viel Spass beim anschauen. Wir haben noch 2000 Kilometer vor uns und freuen uns auf die herbstliche Heimat im Oktober.

Grüße aus Spanien,
Nico und Julian

Kolumbien III – Ecuador

Ecuador, Kolumbien
Pilgerkirche "Las Lajas" in Ipiales.

Pilgerkirche „Las Lajas“ in Ipiales.

Die letzten Kilometer in Kolumbien geht es nochmals kräftig auf und ab, in den Hütten am Gipfel wird heisse Schokolade und Käsekuchen serviert, ein Stück Heimat in der Ferne und gegen die frische Bergluft genau richtig. Bevor wir Kolumbien endgültig verlassen und nach Ecuador einreisen, wartete am Osterwochenende noch ein echtes Highlight auf uns. Die Pilgerkirche „Santuario de Las Lajas“, liegt in einer engen Schlucht und erinnert mehr an eine Burgfestung wie an ein Gotteshaus, ein wilder Fluss rauscht unter dem gigantischem Bauwerk hindurch, architektonisch ein Meisterwerk, die Kirche hat eine einzigartige Ausstrahlung und wird uns als eines der schönsten Bauwerke unserer Reise in Erinnerung bleiben.

Wir sagen Danke Kolumbien, mit 19.94€ p.P./Tag durften wir leben wie die Könige, zahlreiche Ersatzteile und Wartungskosten für die Räder inbegriffen. Kolumbien hat es uns definitiv angetan, wir hatten jede Menge Spass und haben eine tolle Kultur hautnah erleben dürfen. Die sehr schweisstreibende Berge mit ihren hohen Pässen werden uns ebenso wie die vielen Schluchten und Flusstäler lange in Erinnerung bleiben. Das leichte, oft chaotische bunte Leben werden wir, spätestens in Deutschland, vermissen. Unsere zahlreichen neuen Freunde, mit ihrer grenzenlosen Begeisterung für unser Unterfangen, machen Kolumbien zu einem Reiseland mit großem Rückkehrfaktor.

Warmanziehen. Auf gehts in Richtung Ecuador.

Warme Kleidung. Auf gehts in Richtung Ecuador.

Mit Nieselregen und äusserst kühlen Temperaturen begrüßt uns Ecuador, unser Land Nr. 18, der nötige Einreisestempel ist schnell im Pass und schon warten die Berge auf uns. Der US$ ist seit 1999 offizielle Währung in Ecuador, schnell wird uns daher deutlich das Ecuador ein weitaus höheres Preisniveau hat wie Kolumbien und wir wieder tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Highway E-35, wegen den zahlreichen Vulkanen links und rechts der Strasse auch „Strasse der Vulkane“ genannt, führt uns zielsicher und sehr gut ausgebaut in die höchste Hauptstadt der Welt und damit nach Quito auf 2850m. Bevor wir aber nach Quito einreisen geht es, wieder einmal, bergauf und bergab. Das Wetter wechselt sein Gesicht binnen Minuten, vom puren Sonnenschein bis zu sintflutartigen Regengüssen sind es oft nur wenige Augenblicke. Die Anden machen klar wer hier der Boss ist und damit das Sagen hat, uns bleibt nichts anderes übrig wie uns anzupassen und im Minutentakt die Regenkleidung an und wieder auszuziehen. Am Abend kehren wir in billige Unterkünfte ein, manchmal gibt es sogar eine heisse Dusche, zum zelten ist es in den Hochebenen zu frisch und vor allem zu nass, den extremen

Äquator. Geschafft!

Äquator. Geschafft!

Regenmassen sind unsere Zelte nicht gewachsen. Kurz vor Quito verlassen wir die Nordhalbkugel, überschreiten den Äquator und heissen die Südhalbkugel herzlich willkommen. Gute 11 Monate und exakt 19502 km haben wir gebraucht um von München bis an den Mittelpunkt der Erde zu radeln, was für eine tolle Geschichte. In der Bergregion gilt Meerschweinchen als absolute Delikatesse, oft werden die kleinen Nager direkt am Strassenrand gebraten und verkauft, bislang haben wir die Leckerbissen allerdings den Einheimischen überlassen, aber ob wir der Verlockung noch lange widerstehen können?

Gebratene Meerschweinchen. Bisher haben wir sie nicht probiert.

Gebratene Meerschweinchen. Bisher haben wir sie nicht probiert.

Quito, und seine historische Altstadt empfängt uns dagegen mit Sonnenschein pur, versteh einer das Wetter… Quitos koloniales Stadtzentrum ist reich an zahlreichen bedeutenden Bauten und Denkmälern, vor allem koloniale Kirchen

Quito hat ein tolles historisches Zentrum.

Quito hat ein tolles historisches Zentrum.

und Klöster im Barock Stil stechen hervor. 1978 wurde Quitos Altstadt, als erste Stadt überhaupt, auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes gesetzt, zurecht wie wir meinen. Hinter jeder Ecke lassen sich neue Gassen, neue Geheimnisse und Geschichten finden, der historische Stadtkern ist sehr gut erhalten und einladend. In traditioneller Tracht verkaufen die Indigenas, Ecuadors Ureinwohner, Obst und Gemüse, überall auf den zahlreichen „Plazas“ trifft man auf Lottoverkäufer, Schuhputzer und diverse „laufende Händler“, ein buntes Treiben beherrscht das

Wacht über Quito auf dem Hügel "El Panecillo".

Wacht über Quito auf dem Hügel „El Panecillo“.

Stadtbild. Wir steigen, gegen den Rat der Polizei – welche vor Überfällen warnt, auf den Hügel „Panecillo“ wo die berühmte Marinestatue über die Stadt wacht, so haben wir eine tolle Draufsicht auf die 2,2 Millionen Einwohner Stadt und die Vulkane welche das langgezogene Stadtgebiet einkesseln. Donner, Blitz und Regen treiben uns in die zahlreichen kleinen köstlichen Restaurants und auch die vielen Kirchen sind trocken und strahlen mächtig vor Glanz und Gloria. Abseits der Altstadt zeigt Quito aber auch ein zweites Gesicht, Armut, Drogen und und wenig Perspektiven aus diesem Teufelskreis sind auch ein Teil dieser Millionenstadt.

Geschlagene 20 km brauchen wir um aus Quitos Stadtgebiet zu entkommen, die Hauptstrasse hat nicht viel vom gemütliche Stadtzentrum. Die Strasse ist stark befahren, ständig wird gehupt, Busse und LKW’s dieseln uns mit Abgasen voll, gerade die Busfahrer haben einen Dachschaden und fahren wie der Henker persönlich, die Luft steht, die Lunge eines Kettenrauchers kann nicht weniger belastet sein. Jedenfalls sind wir recht froh wieder in der Natur zu sein und geniessen die gesunde Landluft und den gemächlichen Verkehr.

"Pailon del Diabolo", ein Wasserfall in Banos.

„Pailon del Diabolo“, ein Wasserfall in Banos.

Nico möchte weitere Vulkane sehen und fährt die „Feuerstrasse“ weiter,. Vorbei am Vulkan Cotopaxi nach Banos, ein Ort mit vielen Wasserfällen und heissen Quellen. Von dort fährt er weiter über Riobamba nach Alausi und macht einen Tagesausflug mit dem berühmten Zug „Nariz del Diabolo“. Julian und Sandro verlassen die E-35 und biegen rechts auf die E-20 und damit ins Flachland Ecuadors, in Richtung Santo Domingo, als Treffpunkt vereinbaren wir Guayaquil 7 Tage später. Julian und Sandro geniessen eine 80 Kilometer lange Abfahrt und brettern mit bis zu 70 km/h die Anden runter, nur der Regen und diverse Erdrutsche können uns kurzfristig stoppen. Im Flachland geht es an kilometerlangen Kakao- Mais- Maracuaya- Bananenplantagen vorbei, wir fahren durch die Obst und Gemüsekammer Ecuadors, die freundlichen Marktfrauen beschenken uns mit ihren Früchten, erklären uns den Weg und lachen viel über unsere Tour, frei nach dem Motto: „Ihr seid doch total bekloppt!“

Obst gibt es reichlich auf den Märkten Ecuadors.

Obst gibt es reichlich auf den Märkten Ecuadors.

In den Nächten regnet es, tagsüber wird es bis zu 35 Grad warm und extrem schwül, die Strecke ist schön flach und wir strampeln gedankenverloren vor uns hin bis nach Guayaquil, mit 3.3 Millionen Einwohner die grösste Stadt des Landes, diese liegt auf Meereshöhe. Für Schlangen scheint das tropische Klima im Flachland das ideale Biotop zu sein, die Biester finden in den Plantagen viel Unterschlupf, genügend Nahrung und liegen oft auf der Strasse rum „dead or alive“!

Erdrutsch. Die Strasse wird zum Fluss.

Erdrutsch. Die Strasse wird zum Fluss.

Nico hat in den Bergen, auf der Feuer- bzw. Vulkanstrasse, auch mit schlechtem Wetter zu kämpfen, erlebt zahlreiche Schlamm- und Felslawinen und muss sein Rad durch unzählige Matschfelder tragen. Leider war die Sicht auf die Vulkane nicht immer klar, die Natur und die unglaublich freundliche Bergbevölkerung machen die Passage dennoch unvergesslich.

In Guayaquil sind wir wieder vereint, innerhalb von 29 Tagen sind wir nun gut 2300 Kilometer quer durch Kolumbien und Ecuador gefahren, es ging über Stock und Stein, über Berge und Tal, durch Regen und Sonne, die Natur zeigte uns ihr gesamtes Spektrum auf. Wir freuen uns jetzt auf unsere 8-Tage Auszeit auf den Galapagos-Inseln, wo wir auch Darwins Spuren suchen werden und nach beinahe einem Jahr unsere Eltern treffen werden. Der „Kopf-Akku“ muss mal wieder komplett durchgeladen werden und auch die Beine freuen sich auf eine längere Auszeit und ein paar Tage ohne strampeln und die treuen Fahrräder.

Nach 20010 Kilometern sind wir in Guayaquil angekommen.

Nach 20010 Kilometern sind wir in Guayaquil angekommen.

Mit der Ankunft im Stadtzentrum von Guayaquil machen wir am Tag 344 die 20.000km voll. 20.000km Abenteuer und Spass. 20.000km rauf und runter. 20.0000km Friede/Streit und Versöhnung. 20.000km leiden und staunen. 20.000km Trip of our Lifetime. 20.000km Leben pur. 20.000km Wahnsinn.

In Guayaquil besuchen wir den Iguana-Park im Stadtzentrum, in diesem Park leben tausende von Riesenechsen, ein einmaliges Spektakel, die Altstadt kommt an den Charme Quitos zwar nicht ran, hat aber dennoch seinen eigenen Zauber.

Hunderte von Iguanas mitten in der Stadt.

Hunderte von Iguanas mitten in der Stadt.

Wir verabschieden uns in den Urlaub, danach geht es weiter in Richtung Peru wo uns die Anden wieder erwarten. Heute (5.4.2016) sind es noch genau 4 Monate bis zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio, noch haben wir etwa 8.000km vor uns, alles deutet auf einen „just in time“ – Einlauf hin, es bleibt spannend.

Die Räder bleiben hier in Guayaquil und sind bei Susana und Ana-Maria sicher untergebracht, auch wir leben gerade bei diesen 2 herzlichen Damen und geniessen deren umwerfende Gastfreundschaft.

Der nächste Bericht kommt bereits aus Peru und wird hoffentlich mit tollen Bildern und Eindrücken vom ecuadorianischen Naturparadies und damit von den Galapagos-Inseln beherrscht sein.

Danke für euer Interesse, die zahlreichen „likes“ und das teilen unserer Berichte auf Facebook.

Sportliche Urlaubsgrüße,

Euer Trio for Rio

Julian, Nico und Sandro.

Mehr Bilder findest Du in unserer Galerie.

Kolumbien Nr. II

Kolumbien

Unser letzter Blog wurde noch in der Tiefebene Kolumbiens verfasst, inzwischen hat uns die  längste Gebirgskette der Welt, die scheinbar unendlichen massiven Anden, fest im Griff. Täglich machen wir äusserst schweisstreibende Höhenmeter, wieviele Meter wir bereits auf unserer Reise in die Höhe geklettert sind wissen wir leider nicht genau, einige Zehntausende sind es bis dato auf jeden Fall gewesen.

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Cynthia führt uns durch Medellin.

Wieder sind wir zahlreichen interessanten Menschen begegnet, so treffen wir Fabian aus Hamburg, welcher seit gut 5 Jahren mit seinem VW-Bus um die Welt kurvt, dank ihm hat nun auch Julians Ebook weitere 200 Bücher im Speicher. In Medellin legen wir einen entspannten Ruhetag bei Cynthia und ihrem Bruder Charles ein, wir fahren mit der berühmten Gondelbahn und haben daher eine interessante Perspektive über die Millionenstadt, wir werden in der Stadt rumgeführt, den Charme Cartagenas erreicht Medellin allerdings nicht. Oft werden wir gestoppt und müssen als Fotomodell herhalten, Kinder bestaunen unsere Räder und Männer wollen das Rohloff-System unserer TX-1000 Stahlrösser genauestens erklärt haben.

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Gondel über Medellin. Eine interessante Perspektive.

Auch mit einigen Radfahrern hatten wir das Vergnügen und wir strampelten zusammen durch tiefe Täler hinauf auf massive Bergkämme, passieren zahlreiche Pässe und genossen eine fantastische Aussicht über Berge und gigantische Schluchten. Die Landschaft ist saftig grün und die Berge mit ihren diversen Schattierungen und dem blauem Himmel im Hintergrund stellen ein umwerfendes Gesamtbild da, beinahe fühlen wir uns wie auf einer heimatlichen Alm. Die Anden werden immer massiver und von Tag

Rauf und runter. Bis auf teilweise 2800 Höhenmeter.

Rauf und runter. Bis auf teilweise 2800 Höhenmeter.

zu Tag selbstbewusster, wir steigen und fallen, geniessen traumhafte Abfahrten von bis zu 37km und fluchen leise über Anstiege der selben Länge. Ab ca. 2500m Höhe wird es recht frisch und unsere Kaipara-Merino-Kleidung kommt wieder vermehrt zum Einsatz, auch mit Regen müssen wir uns jetzt öfters auseinandersetzen, in den Bergen hängt eben das Wetter fest. In den Tälern und Flussebenen steigt dafür das Thermometer wieder auf knapp 40 Grad und die dicke Sonnencreme muss ausgepackt werden. Wir erleben eine langsame Achterbahnfahrt, von 700m rauf auf 2800m, runter auf 1100m und wieder rauf auf 2550m, runter auf 500m und wieder geht es rauf auf knapp 3000m (dies entspricht etwa der Zugspitze, immerhin Deutschlands höchster Berg) usw. usw. Falls die Beine gar nicht mehr wollen, gibt es immer noch die schleichenden LKW’s, welche sich schwerbeladen ebenfalls den Berg hoch quälen, diese eignen sich perfekt um sich einige Meter den Berg hochziehen zu lassen. Was kolumbianische Strassenkinder können, können wir schon lange (vom nachahmen wir allerdings dringend abgeraten)!

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Milchtransporter in Kolumbien.

4kg Spareribs zum Mittagessen.

4kg Spareribs zum Mittagessen.

Die tägliche Raubtierfütterung ist jedesmal ein Festessen, neben Reis, Bohnen, gebratenen Bananen und köstlichem Fleisch kommen auch delikate Nachspeisen und Delikatessen wie 4kg Spareribs auf den Tisch, ein Hoch auf die Küche Kolumbiens. Mit 1,50€ für ein üppiges Frühstück, 1,80€ für ein massives Mittags- bzw. Abendessen müssen sich die Preise nicht verstecken und wir sind wieder bereit und ausreichend gestärkt für den nächsten Anstieg. Der Highway 25, die Panamericana, führt uns zielstrebig in Richtung Ecuador, nur selten verlassen wir den gut ausgebauten Highway und fahren auf Nebenstrassen weiter (Highway 29 und 50). Momentan ist unser Schlagzahl etwas höher wie sonst, aber am 7. April müssen wir in Guayaquil im Süden Ecuadors sein um unseren Flug auf die Galapagos-Inseln zu erwischen. Allgemein ist es nicht schlecht auf so einer langen Reise sich kleinere Etappenziele zu setzten, hat man nur die Gesamtkilometer bzw. das Endziel, bei uns Rio im August 2016, im Kopf kann das einen mürbe machen, da man kaum Fortschritte sieht. Mit unserem Kuba Urlaub, dem Segeltrip nach Kolumbien und dem Flug auf die Galapagos-Inseln haben wir uns immer schöne und reizvolle Etappenziele gesetzt, dieses Konzept ging bislang gut auf. Klar, manchmal scheinen auch diese Etappenziele unerreichbar, wochenlang, tausende Kilometer weit strampeln wir drauf hin, Meter für Meter und plötzlich hat man es aus eigener Muskelkraft erreicht. Ein tolles, unbeschreibliches Glücksgefühl.

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Ein Hartes Leben in den Bergen.

Auf der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten landen wir immer öfters in diversen Stundenhotels, dies sind günstig und, gerade in den abgelegeneren Gebieten, zahlreicher wie „normale“ Hotels zu finden. Das horizontale Gewerbe ist in Kolumbien quasi an jeder Strassenecke anzufinden und gesellschaftlich akzeptiert, selbst die Polizei versucht uns an die Damen „zu vermitteln“, wir lehnen jedoch artig ab. Die kolumbianischen Männer müssen einen enormen Liebesbedarf haben, jedenfalls stehen sich am Strassenrand zig tausend Damen die Füsse platt und warten auf eine liebeshungrigen Trucker, welcher eines der besagten Stundenhotels anfährt.

Medellin. Wir werden herzlichst empfangen..

Medellin. Wir werden herzlichst empfangen..

Vor Kolumbien wurden wir gewarnt und es wurden uns Horrorgeschichten über Land und Leute erzählt. Jetzt stehen wir vor den Toren Ecuadors und haben tausende Kilometer in Kolumbien abgefahren, von Gewalt und Verbrechen keine Spur. Nico’s uns Sandro’s Schuhe wurden zwar „entwendet“ aber diese wurde 11 Monate abgearbeitet und fallen nicht wirklich unter heimtückischen Diebstahl, oder? Im Gegenteil, wir werden weiter angefeuert, bekommen Wasser und Früchte gereicht und nette, interessierte Gesprächspartner gibt es wie Sand am Meer. Klar kann man zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sein und Gelegenheit macht Diebe, aber wo auf dieser Welt ist dies nicht der Fall? Gerade die jeweiligen Nachbarländer halten oft wenig von den Menschen auf der anderen Seite der Grenze. Die Engländer mögen die Schotten nicht, in Guatemala wird schlecht über El Salvador gesprochen, Nicaragua spottet über Honduras etc. etc. Und die Amerikaner? Die warnen vor jedem Land, jeder Kultur und jeder Religion, ein ängstlicheres Land, ein Land mit mehr Vorurteilen und Feindbildern, wie die USA, das selbsternannte Land der „grossen Freiheit“, haben wir bislang nicht kennengelernt. Ein Präsidentschaftskandidat wie Donald Trump mit seinem peinlichen Parolen ist das erschreckende Resultat dieser Angst und der bestehenden Vorurteile, andererseits sind wir mit den Wahlergebnissen der AfD (März 2016) in Deutschland nicht auf dem selben Holzweg? Jeder der mal eine solche Reise unternommen hat wird sich von solchen rechtspopulistischen Parteien fernhaften, egal auf welcher Seite des grossen Teiches, egal wo auf der Welt. Die Menschheit ist gut, unser Planet ist voller Wunder und atemberaubenden Plätzen. Ein paar Hans Wurscht’s wollen uns allerdings leider vom Gegenteil überzeugen, da hilft nur die fehlgeleiteten Idioten zu ignorieren und seine Stimme sinnvoll vergeben um nicht in deren braunes Fahrwasser zu geraten.

Eammon und Michel radeln 40km mit uns mit.

Eammon und Michel radeln 40km mit uns mit.

In Cali, der Hauptstadt der Salsatänzer, lassen wir uns nochmals die Berge aus den Beinen massieren und bewundern das, sich stündlich wechselnde, Strassenbild dieser Stadt. Nach Cali erwarten uns die Berge zurück, Sonne und Regen wechseln sich ab und wir kommen dadurch in den „Genuss“ wie durch eine Dampfgrotte radeln zu dürfen. Mit den Radlern Eammon aus Irland, Michel aus Kanada und Nelson aus Kolumbien haben wir einen tollen Tag auf den Bikes und besichtigen zusammen Popayan. Popayan hat komplett in weissgestrichene historische Altstadt und war u.a. Wohnsitz des ersten Präsidenten Kolumbiens. Mittlerweile stehen am Strassenrand tausende, schwer bewaffnete Soldaten, die gepanzerten Einsatzfahrzeuge erinnern an Kriegsschauplätze. Wir sprechen mit den Militärs und uns wird geraten vor allem die Nacht zu meiden, wie schon erwähnt eine 100%tige Sicherheit gibt es eben nie. Wir wollen gar nicht wissen was in den zahlreichen LKW’s alles von A nach B transportiert wird, ganz umsonst ist das Militär und Polizei Aufgebot mit Sicherheit auch nicht vor Ort, wir werden jedenfalls immer fröhlich durch jede Kontrolle gelotst. Auch die Kolumbianer sind recht gläubige Menschen, gerade in der Osterzeit sind die Kirchen gefüllt und wir sind bereits einigen Pilgern begegnet und Ostermärsche ziehen sich durch die Dörfer. Vielleicht vertrauen die Autofahrer zu sehr auf Gott, wieder stehen zahlreiche Kreuze am Strassenrand. Nur auf Gottesgnade zu hoffen ist auch nicht der richtige Weg, Einsicht und Rücksicht im Strassenverkehr sollte schon auch sein, teilweise werden wir Zeugen von recht waghalsigen Verkehrsteilnehmern.

Schlafen, essen, radeln, essen, radeln, essen und wieder in die Falle, so sehen unsere Tage im Moment auf, da es aber täglich Neues zu sehen gibt und wir immer ins Ungewisse radeln, kommt nie Langeweile oder Routine auf, es bleibt spannend und abwechslungsreich. Inzwischen haben wir die 19.000km voll gemacht und uns daher einen Ruhetag im Städtchen Pasto auf knapp 2900m Höhe verdient. Pasto ist ein nettes Bergstädtchen, leider haben am Gründonnerstag alle Geschäfte geschlossen und die Altstadt ist verwaist, so bleibt immerhin mehr Zeit zum entspannen. In unserer beliebten Plattfußstatistik gibt es keine grossen Veränderungen, Julian führt mit 21 Löchern und trägt sein Schicksal inzwischen mit Galgenhumor, Nico folgt auf Platz 2 (14) und Sandro liegt glücklich hinten auf Platz 3 (13).

Mal schauen wie grosszügig der DFB (Deutsche Fussballbund) sich zeigt, wir haben jedenfalls mal eine nette Email an die Damen und Herren gesendet, mit der Hoffnung auf Tickets für das Olympische Fussballturnier von Rio de Janeiro.

Unser nächster Bericht sollte bereits aus Ecuador kommen, wir wünschen euch Frohe Ostern und entspannte, sonnige Feiertage egal wo auf dieser Erde.

Viel Spaß beim Ostereier suchen!!!

Beste Grüße aus Pasto in den massiven Bergen Kolumbiens.

Euer Trio for Rio.

Julian, Nico und Sandro.

Mehr Bilder gibt es in unserer Galerie!

Panama – Kolumbien

Kolumbien, Panama

Wir verlassen Panama City um uns auf unsere letzten Kilometer auf zentralamerikanischen Boden zu begeben und gleichzeitig machen wir uns auf die Suche nach dem kleinen Segelhafen von Carti, von dort werden wir einen unvergesslichen Segeltrip nach Kolumbien angehen. Der Stadtverkehr in Panama City ist enorm, doch schon bald liegt die Stadtgrenze hinter uns und der Verkehr wird schlagartig ruhiger.

Im Zickzack bergauf, teilweise müssen wir schieben.

Im Zickzack bergauf, teilweise müssen wir schieben.

Nach einer ruhigen Nacht auf einem Kinderspielplatz, folgt eine 46km Etappe durch den Dschungel Panamas, welche es in sich hat und uns an die physischen und psychischen Grenzen stossen lässt. Der letzte Radtag in Panama bzw. in Zentralamerika verlangt uns wirklich nochmals alles ab, wir haben Steigungen von 18-20% und viele ausgewaschene Kurven welche sandig und unübersichtlich sind, mehrmals müssen wir von den Rädern steigen und diese „schweren Böcke“ schieben. Den ganzen Tag kommen uns ausschliesslich Allrad-Fahrzeuge entgegen, für normale Autos ist die Strecke einfach nicht machbar. Zentralamerika scheint uns eine letzte Challenge zu stellen und am Abend kommen wir fix und fertig aber als glückliche Sieger der besagten Challenge am Hafen an, noch lange wird uns dieser Tag auf der hügligen, schmalen Strasse in Erinnerung bleiben, der pure Wahnsinn und das auf Fahrrädern!!

Ja, am nächsten Tag heisst es Leinen los, wir stechen in See. Wir versuchen uns also für 5 Tage als Piraten auf unserem Segelboot namens „Albatros“. Unser Kapitän Hernando ist ein erfahrener Seebär, schon 553x hat er die

Unser Captain Hernando. Eine Legende.

Unser Captain Hernando. Eine Legende.

Strecke Panama – Kolumbien sicher gemeistert. Er ist der Gründer der kolumbianischen Segelschule, sein Sohn startet als Segeltrainer für Ecuador bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, mehr Erfahrung und mehr Sicherheit geht also nicht. Mit Chiara, unserer Deckhand und Köchin, ist die Crew komplett, 2 Kanadier und ein Engländer sind als zusätzliche Passagiere mit von der Partie. Die Räder sind sicher an der Reling angeleint und schon stechen wir in die ruhige karibische See und erleben die traumhaften San Blas Inseln hautnah. Jetzt haben wir auf unserer Reise schon viel gesehen, aber die 365 Inselchen des San Blas Archipel und ihre traditionellen Ureinwohner, die Kuna Yalas, machen uns schlicht sprachlos und wir können uns an dieser wunderbaren Umgebung kaum satt sehen.

Die San Blas Inseln sind ein Traum.

Die San Blas Inseln sind ein Traum. Karibik Pur.

Wir schnorcheln, baden, angeln, fahren Kajak, beobachten Delfine und segeln durchs Paradies, zumindest muss dieses einmalige Fleckchen Erde bzw. Wasser dem Paradies ziemlich nahe kommen. Wir bekommen Lobster und andere Köstlichkeiten von Chiara serviert unser Kapitän erzählt Geschichten

Wir geniessen die Radfreien Tage und segeln genussvoll durch die Karibik.

Wir segeln durch die Karibik und geniessen die Radfreien Tage.

aus seinem bunten Seglerleben, wir haben definitiv mit der Wahl der „Albatros“ einen fantastischen Glückstreffer gemacht. Es scheint, als gehört es zum gutem Ton, als Kapitän immer ein Bier in der Hand zu haben, jedenfalls ist unser „El Capitano“ kein grosser Freund von Wasser und Saft und bevorzugt zu jeder Tageszeit sein „flüssiges Gold“. Am zweiten Tag sind wir genau 10 Monate auf unserer Reisen, dieses kleine Jubiläum feiern wir in traumhaften Umgebung bei Vollmond und sagenhaftem Sternenhimmel, selbst der Plankton feiert mit und leuchtet unter der Wasseroberfläche. Wir finden immer einen tollen Ankerplatz in der Nähe einer der zahlreichen Inseln und sind von der Ruhe absolut begeistert. Da die Strasse in der Regel nie weit entfernt von unseren Zeltplätzen ist, ist es eine Wohltat für die Ohren mal keinen Verkehrslärm zu hören und wir schalten ab.

Da es Glück bringen soll im Schaltjahr, eine Flaschenpost aufzugeben, bereiten wir eine Trio-for-Rio-Flaschenpost vor und übergeben diese am 29ten Februar dem karibischen Meer. Mal schauen wie weit es unsere Flasche schafft und wir sind gespannt, ob wir eine Antwort bekommen. Vielleicht findet diese ja den Weg in den Neckar, in die Isar oder ins „schwäbische Meer“ und damit in den Bodensee, zumindest mit viel Fantasie ist dies möglich.

Trio for Rio Flaschenpost. Finder bitte melden.

Trio for Rio Flaschenpost. Finder bitte melden.

So, nach 3 Tagen ist der karibische Traum ausgeträumt und die Seglerromantik wird schwer beschädigt, wir stechen in offene See. Schon mal 48 Stunden Achterbahn gefahren? Oder 48 Stunden Turbulenzen im Flugzeug erlebt? Die 3-4m hohen Wellen werfen unsere Nussschale von Boot hin und her, ein Hexenkessel ist nix dagegen. Das Boot knarzt und ächzt, wir fliegen von einer Seite auf die Andere, wir kriechen 2 Tage durch die Sardinenbüchse und bewegen uns nur falls gar nicht anders möglich. Die Wellen schwappen über das Boot und es tropft in unsere Kojen ,unser Gleichgewichtssinn schlägt Purzelbäume, wir sind bemüht den Mageninhalt dort zu behalten wo er hingehört. Ein Königreich für einen Fahrradtag!!!!

Unser Kapitän scheint mit seiner Routine zwar alles im Griff zuhaben, aber ein mulmiges Gefühl bleibt eben doch so auf offener See hunderte Kilometer vom rettenden Ufer entfernt. In diesen Tagen wir ganz klar, wir sind Landeier und keine gestandenen Seemänner. Da der Seegang sehr stark ist bleiben wir eine weitere Nacht auf dem Boot bevor wir in Cartagena endlich wieder festen Boden unter die Füsse bekommen, unser Element hat uns zurück. Wieder einmal sind wir um eine Erfahrung reicher, unsere Reise ist ein toller Lehrmeister.

Geschafft. Willkommen in Südamerika. Willkommen in Cartagena.

Geschafft. Willkommen in Südamerika. Willkommen in Cartagena.

Ja, mit Cartagena begrüssen wir Kolumbien und damit natürlich auch Südamerika! Land Nr. 17 und Kontinent Nr. 3 (für uns beginnt Südamerika in Kolumbien) unserer Reise, gefällt uns auf anhieb. Cartagena ist mit Abstand das schönste Städtchen unserer Reise und gilt als Perle Lateinamerikas. Viele Künstler machen die kleinen Gassen und zahlreichen Plätze bunt und attraktiv, ein gewisser Hippie-Flair liegt auf der historischen Stadt, kulturell bietet Cartagena einiges und nicht nur der Stadtstrand ist einen Besuch wert. Unserem Kapitän begegnen wir mehrmals in der Stadt, dieses „Original“ kennt hier jeder und der bunte Hund findet immer jemanden zum Quatschen oder um ein Bierchen zu leeren, Geschichten zu Pablo Escobar und über andere kolumbianische Persönlichkeiten gingen ihm jedenfalls nie aus, toller Mensch.

Pita Gyros bei Jorge aus Thessaloniki.

Pita Gyros bei Jorgo aus Thessaloniki. EinTraum.

Wir sind wirklich angetan von dem Ort und verbringen gleich 4 Tage und Nächte dort, nicht nur die Fahrräder werden vom Mechaniker gründlich gecheckt und vom Salzwasser gereinigt, auch wir lassen es uns gut gehen. Erst nach mehreren Massagen, Maniküre, Pediküre, Frisör und einigen nächtlichen Stunden auf der Flanier- und Partymeile fühlen wir uns langsam wieder hergestellt und bereit für die Strasse. Die Pita-Gyros beim Griechen, Jorgos, ist ein Traum aber auch die kolumbianische Küche lässt absolut keine Wünsche offen und so ziehen wir mit viel Energie und Generalüberholt wieder los um das ländliche Kolumbien kennenzulernen. Wir sagen Adios Cartagena und verabschieden uns damit auch vom karibischen Meer, spätestens in Ecuador treffen wir wieder auf den pazifischen Ozean.

Schnell wird klar, Cartagena ist kein Massstab, die Landbevölkerung lebt wesentlich einfacher und primitiver als die Menschen in der Stadt. In punkto Herzlichkeit und Freundlichkeit stechen die Menschen, welche oft in einfachen Lehmhütten leben, allerdings hervor und beeindrucken uns nachhaltig. Da in

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Kunst aus alten Autoreifen.

Kolumbien alles eingezäunt ist, fragen wir die Menschen auf den Bauernhöfen und werden meist herzlich eingeladen und wir spannen unsere Hängematten im Hof bzw. Garten und kommen somit hautnah mit der sehr musikalischen Kultur und den neugierigen Menschen in Kontakt. Die zahlreichen Tiere auf den Höfen wecken uns immer recht zeitig, daher finden wir uns aussergewöhnlich früh auf den Rädern wieder. Ein früher Start ist allerdings auch von Vorteil, auch hier verwöhnt uns der Wettergott mit viel Sonne und wir machen lieber eine längere Siesta in der Mittagshitze. Inzwischen hat es sich etabliert, dass wir vor der Mittagssiesta ca. 2/3 (circa. 50-75km) und danach das restliche Drittel, also weitere 25-35km, fahren.

Vom Highway 90 wechseln wir auf den 25er, dieser ist in einem sehr gutem Zustand und wird uns bis ins Nachbarland Ecuador führen. Am Strassenrand werden uns Schildkröten zum Verzehr angeboten, wir verzichten, für uns müssen keine exotischen Tiere ihr Leben lassen. Die zahlreichen Restaurants am Strassenrand bieten leckeres und weniger exotisches dafür sehr leckeres Essen zum kleinem Preis an. Hier in Kolumbien lohnt sich jedenfalls der Restaurantbesuch eher wie ein Einkauf im Supermarkt, beides ist zwar circa gleich teuer, nur eben im Restaurant sind die Leckereien schon zubereitet und wir müssen den Gaskocher nicht auspacken. Auch Kirchen eignen sich übrigens hervorragend als Schlafplätze, im Pfarrgarten einer verlassenen Landkirche schliefen wir jedenfalls wie die Engelchen.

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Es ist sehr heiss, auch wir kühlen uns häufig ab. Das Schlammbad überlassen wir den Tieren.

Gestern haben wir unsere 18.000km voll gemacht und heute feiern wir „1000-Stunden-im-Sattel“, zur Belohnung geht es ins Hotel, für 3.60€ p.P ein erschwinglicher Luxus. Kolumbien hat ein, für uns, sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis, welches an Mexiko erinnert. In Panama haben wir übrigens 40.16€ p.P./Tag gebraucht, relativ viel, aber unser Segeltrip schraubte die Kosten in die Höhe. Die nächsten Tage werden unsere durchschnittlichen Tageskilometer etwas schrumpfen, die Berge warten auf uns und werden uns kräftig ins schwitzen bringen.

Oft werden wir gefragt wie wir auf die Idee für eine solche Reise gekommen sind, hier die Entstehungsgeschichte vom Trio for Rio in Kurzform.

2011 hatte Julian ein Arbeitsvisa für Kanada zugelost bekommen, aus privaten Gründen wurde dieses nicht genutzt und verfiel. Der Traum von Nordamerika blieb bei ihm allerdings bestehen und warum nicht Nord- Südamerika miteinander verbinden? Auto? Zu schnell! Wandern? Zu langsam! Fahrrad? Perfekt! Mit dem Fahrrad hat man genau die richtige Geschwindigkeit um die verschiedenen Kulturen intensiv zu erforschen und um Land und Leute ausgiebig kennenzulernen. 2012, auf dem spanischen Jakobsweg, entstand also die Idee die beiden Kontinente abzuradeln, Nico war von der Idee gleich begeistert und eine längere Testfahrt quer durch Europa bestätigte das Fahrrad als Reisepartner. Im Frühjahr 2013, also circa 2 Jahre vor dem Start wurde mit dem Sparen und den groben Planungen begonnen, Nicos Studienende im April 2015 wurde als Starttermin auserkoren. Die Idee in München zu starten entstand eher spontan, als Zielort Rio und damit die Olympischen Sommerspiele 2016 auszugeben kam uns beiden bei den TV Übertragungen der Olympischen Winterspiel in Sotschi/Russland 2014.

Anfang 2014 wurde letztendlich auch Sandro, als der dritte Mann im Bunde, über unsere bisherigen Pläne informiert und das „TrioforRio“ war geboren. Julian und Nico planten und organisierten fleissig weiter, suchten Sponsoren und informierten sich über die Strecke und die Länder welche durchquert werden sollen. Sandro übernahem dabei die Gastrolle und verhielt sich bis zum Start im April 2015 und auch bei der aktuellen Berichterstattung und Gestaltung der Homepage äusserst passiv, er überlässt die Aufgaben uns beiden.

Wir, Nico und Julian, beschlossen die komplette Reise zu filmen und im Logbuch zu dokumentieren, was aus diesem Material wird steht allerdings noch in den Sternen, konkrete Pläne haben wir beide noch nicht. Das Fotografieren wird vom kompletten Trio übernommen und so entstehen Bilder aus 3 Sichtweisen.

Der Starttermin konnte letztendlich eingehalten werden und wir sind auf voller Fahrt und schwimmen auf einer tollen Welle der Begeisterung.

Sonnenbad.

Sonnenbad.

Wir sind also angekommen in Südamerika, Rio ist zwar noch ein Stück entfernt, aber die Olympische Flamme rückt langsam aber sicher näher. Die nächste Attraktion, die Galapagosinseln, wartet und wir freuen uns auf einen Besuch der Eltern.

Vielen Dank für euer Interesse an unserer Reise und die Unterstützung.

Mit sportlichen Grüssen aus Kolumbien,

Julian, Nico und Sandro

Mehr Bilder gibt es in unserer Galerie zu bestaunen.