Goodbye USA – ¡Hola Mexico!

USA
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Staubtrockenes Gebirge auf dem Weg zur Küste.

Nach unseren 15 Ruhetagen in Visalia/Tulare, siehe letzten Bericht, sattelten wir in der letzten Septemberwoche wieder unsere Drahtesel und machten uns auf den Weg Richtung mexikanische Grenze. Vorbei an endlosem Farmland, welches hauptsächlich durch mexikanische Erntehelfer bestellt wird, fuhren wir durch die kalifornische Hochebene. Diese Gebiet wird von den Einheimischen Farmern auch der „Früchtekorb der Welt“ genannt, leider ist Kalifornien die letzten Jahre äusserst trocken und es wird bereits von einer Jahrhundertdürre gesprochen. Viele Menschen entlang der Strecke hoffen weiter auf das berüchtigte Wetterphänomen „El Nino“, welches wiederum Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen mit sich bringen wird. Klar ist jedenfalls Regen wird hier dringend benötigt ansonsten wird es wohl schwierig in Kalifornien weiter Obst und Gemüse in gewohnten Verhältnissen anzubauen.

Der Highway 33 führt uns weg vom Farmland und direkt in die Berge, welche eher  einer kargen Mondlandschaft gleichen und uns, bei extremen Temperaturen, kräftig schwitzen lassen. Zwischendurch kommt es uns vor, wie wir durch ein Terrarium

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Platten: Sandro 9, Julian 9 und Nico 6.

fahren,  viel Sandgestein, kleinere Kakteenarten, dafür sind schattige Bäume Mangelware und durch die vielen Dornen müssen wir täglich unsere Reifen flicken. Unser Plattfussstatistik wird übrigens von Julian und Sandro mit je 9 angeführt, Nico liegt mit „nur“ 6 Löchern zwar abgeschlagen aber glücklich auf dem letzten Platz. Übernachtet haben wir nicht nur im offenem Feld, sondern oft bei der Feuerwehr/Rangern entlang der Strasse, da mussten wir uns zumindest über Wasser und plötzliche Buschfeuer keine Sorgen machen.

Den Anstieg zum Pine Mountain Summit (5084Feet) bewältigen wir in den frühen Morgenstunden, damit wir der Hitze entkommen. Die circa 35 Kilometer Abfahrt nach Ventura an den Pazifik war ein Traum und wurde nur durch wenig Flachland unterbrochen. In Ventura machen wir unsere 9000km voll und treffen wieder auf den Highway 101 bzw. den Highway 1, auf welchen wir abwechselnd bis nach Los Angeles fahren, vorbei an dem berühmten Strandabschnitt von Malibu.

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Wildcampen am Meer kurz vor Malibu.

In Los Angeles kommen wir bei Alexander unter, welchen wir in Kanada kennenlernten. Alexander zeigt uns L.A. bei Nacht und wir sind begeistert von den vielen Sehenswürdigkeiten dieser bunten, schrillen, pulsierenden 22 Millionen-Metropole. Über die weitläufigen und einmaligen Stände von Long Beach und Huntington Beach, geht es von L.A. weiter bis nach Newport Beach. Dort erwarten

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Trio for Rio zu Besuch bei Flo und Rebecca aus der schwäbischen Heimat Rottenburg.

uns mit Flo und seiner Frau Rebecca Freunde aus unserer schwäbischen Heimat Rottenburg. Die beiden geben uns einen feucht-fröhlichen Eindruck ins kalifornische Nachtleben, der nächste Tag ist ein Pool- und BBQ-Tag und daher der Entspannung gewidmet. Flo arbeitet direkt in L.A und nimmt uns am folgendem Tag mit und wir erkunden die Stadt nochmals zu Fuss. Julian muss einen Zahnarzt in Beverly Hills aufsuchen, da das amerikanische Müsli zu hart für einen seiner Backenzähne war, eine Millionen-Klage gegen die Müsli-Firma ist angedacht. Auf dem berühmten „Walk of Fame“ sind auf jeden Fall noch Sterne frei für das „Trio forRio“ frei und auch in Hollywood würden wir uns bestimmt wohlfühlen.

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Trio for Rio gehört nun auch zum ‚Walk of Fame‘

Nach 3 Tagen bei Flo und Rebecca geht es von Newport weiter bis Lo Jolla. Gerade als wir unser Zelt im Stadtpark aufschlagen wollten kommen Benny und

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Unglaubliche Gastfreundschaft. Vielen Dank an Benny und Steffi.

Stephanie vorbei, die beiden ehemaligen Doktoren der nahen Universität sind unglaublich gastfreundlich, so bekommen wir nicht nur eine spontane Übernachtung angeboten, sondern auch ein königliches Essen und eine Führung über den Uni Campus. Wie schon in einigen Berichten erwähnt, die Gastfreundlichkeit und die spontane Hilfsbereitschaft der Amerikaner wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Heute sind wir bei Fini, ihrem Mann Devon und den beiden Kindern in El Cajon untergekommen und es ist wohl unserer letzte Nacht in den USA bevor wir in Tijuana über die Grenze nach Mexiko fahren.

124 Tage waren wir jetzt in den USA und Kanada unterwegs, 59x haben wir wild gecampt, 17x haben wir einen Campingplatz aufgesucht, 10x durften wir privat in einem Garten übernachten und unglaubliche 38x wurden wir eingeladen in Wohnungen/Häusern zu übernachten. Nicht eine Nacht mussten wir eine Pension/Hotel oder eine sonstige kostenintensive Unterkunft aufsuchen, danke an alle welche uns beherbergten und unterstützten. Ein dickes Dankeschön auch natürlich an den Wettergott der sich sehr gnädig gezeigt hat.

Da wir, bis auf die wenigen Campingplätze, nie kostspielig übernachten mussten und viele Menschen uns spontan mit Lebensmittel und Getränken versorgt haben, sind unsere durchschnittlichen Ausgaben mit 12.84€ p.P in den USA/Kanada sehr gering. Im Vergleich zu Europa wo wir im Schnitt 17.13€ p.P. benötigten, ist das eine tolle Überraschung. Da die eher teuren Länder/Kontinente unsere Reise mit den USA abgehakt sind, werden die durchschnittlichen Ausgaben von 13.93€ p.P. (Europa und USA/Kanada zusammen) wohl eher sinken oder sich auf dem bisherigen Niveau einpendeln.

Nach 166 Reisetagen und exakt und 9482 Kilometern, startet morgen mit Mexico also ein neues Kapitel, die nächsten Wochen wollen wir die Baja California abradeln und freuen uns auf eine neue aufregende Kultur mit vielen Abenteuern, scharfen-würzigem Essen, einzigartiger Natur  und  vielen tollen Menschen.

Euer Trio for Rio

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Zurück in den Staaten, Washington und Oregon Coast

USA
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Hwy 101, Oregon Coast.

Der Abschied in Kanada fiel uns nicht leicht. Diese atemberaubende, endlose und einzigartige Natur mit ihren wilden Tieren und sympathischen Einwohnern hat es uns nachhaltig angetan. Das tolle Wetter in Alaska und in Kanada war das absolute „Zuckerl“ auf diesem Gesamtpaket und hat uns enorm überrascht, wir hatten überwiegend Sonnenschein und angenehme bis sehr heiße Temperaturen. In den letzten 2 Wochen haben wir unter anderem das moderne, quirlige Vancouver besucht und sind mit der Fähre auf Vancouver-Island gereist um dort einige Tage zu verbringen. Vancouver-Island bietet viel natürliche Schönheit, für unseren Geschmack war es aber etwas zu touristisch und daher auch sehr befahren.

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Ruhetag, eingeladen auf einem Hausboot inkl. Kajaktour.

Von Vancouver-Island aus haben wir Kanada endgültig verlassen und die Fähre brachte uns sicher in die USA, genauer gesagt nach Port Angeles im Bundesstaat Washington. Eine Radlergruppe aus Seattle hat sich uns für einen Tag angeschlossen, danach hatten wir genügend Tips für unsere weitere Route bis nach Kalifornien. Nur einige Tage später trafen wir auf Scott und David welche uns zuerst auf eine Bier und danach auf eines ihrer Hausboote einluden. Normalerweise werden diese an gut betuchte Touristen vermietet. Wir haben Glück und auch das Wetter spielte bei Temperaturen von über 32 Grad mit. Nach 2 Tagen auf besagtem Hausboot, einigen Kajak- und Wandertouren, unzähligen Stunden im Meer und im

Pool und 2 tollen BBQ-Abenden mit Scott und David machten wir uns wieder auf den Weg. Die Gastfreundschaft der Kanadier scheint sich grenzenlos fortzusetzen und die Amerikanern stehen in diesem Punkt auf gleicher Höhe. Schon am nächsten Tag wurden wir Abends von Joelle und ihrem Sohn Jayden eingeladen und durften im Garten zelten. Joelle ist aus Berlin ausgewandert und betreibt einen „German Store“ in South Bend, daher konnten wir kulinarisch auf die deutsche Küche zugreifen.

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Sonnenuntergang, Wildcampen bei Lincoln City.

In der Zwischenzeit haben wir Washington verlassen und haben uns, unsere Räder und unser Equipment nach Oregon „gestrampelt“, immer auf dem Highway 101. Die Westküste der USA ist wie die Reise in einem tollem Bilderbuch. Das Wetter erinnerte an England, da wir von Nebel bis Sonnenschein alles geboten bekommen haben. Die Tagestemperaturen liegen durchschnittlich bei circa 25 Grad, also optimal zum Fahrradfahren, vom Regen wurden wir bislang komplett verschont, nur Nachts wird es ziemlich kühl. Jeden Tag kommen wir südlicher, dementsprechend verändert sich auch die Küste und inzwischen fahren wir an endlosen Sandstränden vorbei. Leider ist der Pazifik eher frisch und unsere bevorzugten Schlafplätze sind nach wie vor Plätze am Fluss oder See und bislang wurden wir immer fündig. Die Strecke ist weiterhin hügelig und unsere Beine und Räder müssen ordentlich was leisten, an die kanadischen Berge und Täler kommen die paar Hügel aber lange nicht dran.

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The American Way of Life.

Sandro wird uns in San Francisco wieder komplettieren, er wartet bereits in Kalifornien. Jetzt sind wir genau 4 Monate und gute 7500km unterwegs, es ist erstaunlich wie unser grober Zeitplan genau aufgeht. Der nächste Report kommt aus Kalifornien, wo neue Abenteuer und mit Sicherheit einzigartige, verrückte und bunte Menschen auf uns warten.

Vielen Dank für die zahlreichen Nachrichten, da wir selten für länger Zeit online sind, können wir leider nicht auf jede Nachricht antworten, freuen uns aber über jede Einzelne.

Es bleibt spannend.

Grüße,

Julian, Nico und Sandro.

Kanada, ein Traum neigt sich dem Ende zu

Kanada

Hallo zusammen,

jetzt haben wir es wirklich beinahe geschafft und Kanada einmal komplett durchquert. Die letzten Wochen waren nochmals sehr intensiv und uns wurde psychisch und physisch nochmals einiges abverlangt, die letzte grosse Aufgabe in Kanada sozusagen. Wir können es nur immer wieder erwähnen, die Kanadier sind unheimlich gastfreundlich, wir wurden von unzähligen Menschen zum Essen, zum Campen im

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Kleiner Tipp vom Burns Lake.

Garten oder Übernachten im Haus, zum Fischen, zum Bier oder einfach nur auf einen gemütlichen Plausch eingeladen. Wir können uns gar nicht bei allen bedanken, aber bei Jake, Sherry, Terri und Kelly vom Rainbow Trailer Park, bei James samt Familie aus Houston, Judy vom Rose Lake, Jim und Sina aus Quesnel, Howard und Kathy vom McLeese Lake sowie Russell und Jennifer aus Squamish, wollen hiermit nochmals erwähnen.

Der Highway 97, Yellowhead Hwy., führte uns, von Smithers, entlang einer sich ständig wechselnden Natur immer weiter Richtung Süden. Der 97er war stark befahren, daher wurde uns höchste Konzentration abverlangt, dass ständige auf und ab bei extrem schwülen Temperaturen machte die Sache nicht einfacher. Die abwechslungsreiche Natur entschädigte aber für alle Strapazen. Falls wir nicht, wie oben erwähnt, bei Einheimischen campen konnten, fanden wir an unberührten See und Flussabschnitten meist ein geeignetes Plätzchen für die Nacht.

An unserem 100sten Reisetag, wurde die 6000km Marke geknackt, Im Durchschnitt fahren wir also 60km am Tag (Ruhetage eingerechnet), ohne Ruhetage sind es circa 77km. Wir sind äusserst zufrieden mit diesen Werten, bedenkt man unser Gesamtgewicht von etwa 160kg (Fahrrad, Ausrüstung und Fahrer), die ständig wechselnden Wetterverhältnisse und das Profil der Strecke welches uns über Stock und Stein bzw. Berg und Tal geführt hat.

Da wir uns entschieden hatten, auf Rat von unzähligen Kanadiern und Reisenden, über die Berge nach Vancouver zu gelangen, verlassen wir den Highway 97 und biegen auf den 99er, den Duffey Lake Highway ab. Im Talkessel haben wir Temperaturen von über 40 Grad und das Höhenprofil zeigt stark nach oben. Tagsüber schmelzen wir beinahe dahin, soviel können wir gar nicht trinken. Die Landschaft ist

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Bald geschafft! Duffey Lake Hwy.

ausgetrocknet und erinnert eher an Teile Australiens wie an Kanada, der Highway ist eng und jeder Überholvorgang wird zum Nervenkitzel. Über Lillooet suchen wir unseren Weg nach Whistler, das Mekka der Snowborder und Skifahrer. Whistler liegt mit knapp 800m überraschend niedrig, aber der Weg dorthin führte uns mehrmals in tiefe Schluchten und wieder den Berg hinauf. Allgemein haben wir in den letzten 2 Wochen über 17000!!!! Höhenmeter gemacht, das entspricht 2x dem Mount Everest. Da Whistler 2010 der Gastgeber für die Olympischen Winterspiele war und wir mit Rio 2016 eventuell die Sommerspiele besuchen wollen, nutzen wir die Chance und schnuppern olympische Atmosphäre.

Von Whistler geht es gemütlich runter bis Squamish wo wir auf Meerebene

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Whistler Medal Plaza, Host of the Winter Games 2010

ankommen. Nach gut 4200km quer durch Alaska und Kanada sehen wir daher zum ersten Mal wieder das Meer, ein Traum. In Squamish legen wir bei Russell und Jennifer einen gemütlichen Ruhetag ein. Squamish war, wie unserer Gastgeber, erzählen, Filmkulisse für einige grosse Hollywood Produktionen, so wurde u.a. Teile der „Twilight“ und „Starwars“-Filme hier gedreht. Allgemein hat der Ort eingebetet vor den Toren Vancouvers und dem Nobelskiort Whistler einiges zu bieten. Die weltweit grösste Population von Weißkopfseeadlern ist hier genauso beheimatet wie der Ausgangspunkt zu tausenden Wanderwegen in die kanadische Wildnis.

Die Route der nächsten Tage wird Nico und mich weiter über Vancouver-Island nach Port Angeles/USA führen wo wir in einigen Tagen wieder auf Sandro treffen sollten. Sandro hatte sich in Kitwanga bekanntlich für die „Vancouver-Island“ Route und eine längere Fährfahrt entschieden, daher ist er bereits vor mehreren Tagen in die USA eingereist.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei allen Sponsoren und Gönnern, wir wurden mit hervorragendem, funktionalen Produkten ausgestattet. Nicht nur die tollen TX1000 Fahrräder der Fahrradmanufaktur, sondern auch unsere Merino-Bekleidung von Kaipara, unsere Radtaschen von Globetrotter und unsere

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Julian und Nico am Joffre Lake.

Solarequipment von Goal-Zero sind im Dauergebrauch sondern auch die Helme und Sonnenbrillen von UVEX, die Fahrradcomputer von VDO und die Radbekleidung von Erdinger Alkoholfrei und viele andere Produkte machen uns das reisen wesentlich leichter und sicherer. In der Zwischenzeit haben wir auch unser Zelt reparieren können, danke für die tolle Unterstützung.

Die letzten Meter in Kanada werden morgen angegangen und wir freuen uns, nach dieser langen Fahrt durch den Riesenwald, auf den kommenden Abschnitt und damit auf die USA und die Wiedervereinigung des Trios.

Sportliche Grüße,

Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder findest Du wie gewohnt in unserer Galerie.

Kanada möchte nicht enden

Kanada

Wieder einmal sind 3 aufregende Wochen vergangen in denen wir viel schönes erlebt und gesehen haben .

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Sign Post Forrest in Watson Lake

Nach unserem Aufenthalt in Whitehorse ging es ca. 500 km auf dem Alaska Hwy. weiter in Richtung Watson Lake, wo wir den berühmten „Sign-Forrest“ besuchten und unsere jeweiligen Stadtschilder München und Tübingen (und auch Kiebingen) wiederfanden.
Nachdem wir unsere Vorräte im Supermarkt für rund 800 km (10Tage) aufgefüllt haben, fuhren wir auf den Cassiar Hwy. weiter und verließen somit den Yukon und erreichten das schöne und unglaublich große British Columbia.
Der Cassier Hwy. ist eine wesentlich kleinere und engere Strasse als der Alaska Hwy. und gleicht daher mehr einer atemberaubenden Bergstrasse mit wesentlich weniger Verkehr, dafür mit vielen „up and downs“. Umsäumt von nicht endenden Wäldern, Flüssen und Seen, die das Panorama vervollständigen, fuhren wir weiter in gen Süden.

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Karibik oder Kanada? Boya Lake in B.C.

Einer der schönsten Spots, den wir eher zufällig fanden, war der Campingplatz am Boya Lake. Ein See, der von der Grösse eher ans Meer erinnerte als an einen Bergsee in einem engem Tal.
Hier lernten wir viele neue Leute kennen wie Ron und Judy, die uns erst zum BBQ und danach auf ihre Walnussfarm in Kalifornien eingeladen haben, wo wir im September vorbeischauen möchten.

Von Boya Lake ging es durch einzigartige Natur weiter in Richtung Kitwanga. Die beeindruckenden Ausläufer der Rocky Mountains brachten uns einige Male zum Schwitzen.
Teilweise fuhren wir mehrere hundert Kilometer um in die nächste Ortschaft zu kommen. Es ist ungefähr als ob man von München nach Berlin fährt um dort eine überteuerte Tankstelle vorzufinden, dazwischen ist nichts, aber die Freude war dafür umso größer, wenn das Etappenziel erreicht wurde.

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Nico auf dem Cassier Highway

So schlugen wir an unvergesslichen, einsamen Plätzen unser Lager auf, immer häufiger sahen wir dabei Bären und anderes Wildtier. Leider hat uns das Wetter einige Regentage beschert, aber in den Bergen wechselt das Wetter eben recht schnell. Dennoch liegen wir voll in unserem groben Zeitplan und freuen uns schon in dichter besiedelte Regionen zu kommen. Sandro und Phillip haben sich in Kitwanga entschieden zur Küste zu fahren um dort mit der Fähre via Vancouver Island in die Staaten zu kommen. Nico und ich fahren auf dem Landweg weiter und bleiben somit auf der circa 700 km längeren Hauptroute, ab Seattle werden wir wieder als Trio unterwegs sein. Philipp fährt jetzt solo weiter, Sandro treffen wir in den Staaten wieder. Nico und ich sind heute in Smithers angekommen, wo wir unsere Vorräte auffüllen und uns organisieren.
Gestern Abend wurden wir auf dem Highway von einem Schwarzbären gejagt, keine 5 Meter hinter uns setzte der ausgewachsene Bär zum Sprint an. Glücklicherweise kam in diesem Moment auch ein Auto von hinten und erwischte den Bären frontal.

Ergebnis: Bär tot, Auto kaputt, Julian und Nico heil. Danach brauchten wir allerdings einen Schnaps. In einem Indianerreservoir wurden wir danach freundlich aufgenommen und durften unser Zelt aufschlagen.

Leider gibt dieses Zelt den Geist auf und wir bekommen regelmässig Besuch von

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Das Trio for Rio mit Chris aus Manchester.

Moskitos und anderen nervigen Viechern. Falls jemand Mitleid hat und an einer „Zeltgeldspende“ interessiert ist, Kontakt- und Bankdaten sind auf unserer Homepage zu finden. Vielen Dank.

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns auf die Staaten und einen tollen Herbst in Mexico.

Sportliche Grüße Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder.