Kanada möchte nicht enden

Kanada

Wieder einmal sind 3 aufregende Wochen vergangen in denen wir viel schönes erlebt und gesehen haben .

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Sign Post Forrest in Watson Lake

Nach unserem Aufenthalt in Whitehorse ging es ca. 500 km auf dem Alaska Hwy. weiter in Richtung Watson Lake, wo wir den berühmten „Sign-Forrest“ besuchten und unsere jeweiligen Stadtschilder München und Tübingen (und auch Kiebingen) wiederfanden.
Nachdem wir unsere Vorräte im Supermarkt für rund 800 km (10Tage) aufgefüllt haben, fuhren wir auf den Cassiar Hwy. weiter und verließen somit den Yukon und erreichten das schöne und unglaublich große British Columbia.
Der Cassier Hwy. ist eine wesentlich kleinere und engere Strasse als der Alaska Hwy. und gleicht daher mehr einer atemberaubenden Bergstrasse mit wesentlich weniger Verkehr, dafür mit vielen „up and downs“. Umsäumt von nicht endenden Wäldern, Flüssen und Seen, die das Panorama vervollständigen, fuhren wir weiter in gen Süden.

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Karibik oder Kanada? Boya Lake in B.C.

Einer der schönsten Spots, den wir eher zufällig fanden, war der Campingplatz am Boya Lake. Ein See, der von der Grösse eher ans Meer erinnerte als an einen Bergsee in einem engem Tal.
Hier lernten wir viele neue Leute kennen wie Ron und Judy, die uns erst zum BBQ und danach auf ihre Walnussfarm in Kalifornien eingeladen haben, wo wir im September vorbeischauen möchten.

Von Boya Lake ging es durch einzigartige Natur weiter in Richtung Kitwanga. Die beeindruckenden Ausläufer der Rocky Mountains brachten uns einige Male zum Schwitzen.
Teilweise fuhren wir mehrere hundert Kilometer um in die nächste Ortschaft zu kommen. Es ist ungefähr als ob man von München nach Berlin fährt um dort eine überteuerte Tankstelle vorzufinden, dazwischen ist nichts, aber die Freude war dafür umso größer, wenn das Etappenziel erreicht wurde.

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Nico auf dem Cassier Highway

So schlugen wir an unvergesslichen, einsamen Plätzen unser Lager auf, immer häufiger sahen wir dabei Bären und anderes Wildtier. Leider hat uns das Wetter einige Regentage beschert, aber in den Bergen wechselt das Wetter eben recht schnell. Dennoch liegen wir voll in unserem groben Zeitplan und freuen uns schon in dichter besiedelte Regionen zu kommen. Sandro und Phillip haben sich in Kitwanga entschieden zur Küste zu fahren um dort mit der Fähre via Vancouver Island in die Staaten zu kommen. Nico und ich fahren auf dem Landweg weiter und bleiben somit auf der circa 700 km längeren Hauptroute, ab Seattle werden wir wieder als Trio unterwegs sein. Philipp fährt jetzt solo weiter, Sandro treffen wir in den Staaten wieder. Nico und ich sind heute in Smithers angekommen, wo wir unsere Vorräte auffüllen und uns organisieren.
Gestern Abend wurden wir auf dem Highway von einem Schwarzbären gejagt, keine 5 Meter hinter uns setzte der ausgewachsene Bär zum Sprint an. Glücklicherweise kam in diesem Moment auch ein Auto von hinten und erwischte den Bären frontal.

Ergebnis: Bär tot, Auto kaputt, Julian und Nico heil. Danach brauchten wir allerdings einen Schnaps. In einem Indianerreservoir wurden wir danach freundlich aufgenommen und durften unser Zelt aufschlagen.

Leider gibt dieses Zelt den Geist auf und wir bekommen regelmässig Besuch von

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Das Trio for Rio mit Chris aus Manchester.

Moskitos und anderen nervigen Viechern. Falls jemand Mitleid hat und an einer „Zeltgeldspende“ interessiert ist, Kontakt- und Bankdaten sind auf unserer Homepage zu finden. Vielen Dank.

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns auf die Staaten und einen tollen Herbst in Mexico.

Sportliche Grüße Julian, Nico und Sandro.

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