Portugal – Spanien – Camino de Santiago

Portugal, Spanien

Wir packen also unsere restlichen 7 Sachen in Rio und verabschieden uns vom Zuckerhut und damit auch von Südamerika. Nur wenige Stunden später landen wir sicher und entspannt in Lissabon, mit dem Flugzeug dauert eine Reise nach/von Südamerika also nur wenige Stunden bis aufs europäische Festland. Per Rad ist die Anreise eettwwaasssss länger und man muss über 28.400 Kilometer strampeln und gute 1555 Stunden im Sattel sitzen, dafür ist die Variante mit dem Fahrrad schöner und vor allem abenteuerlicher und jeden Aufwand wert. Als die Räder auch noch sicher auf dem Gepäckband in Lisboa auftauchen ist die Welt in Ordnung und Europa hat uns wieder. Portugal ist unser Reiseland Nr.25 und Anfangsstation für unsere letzte Etappe in Richtung Heimat. Die nächsten Wochen stehen mit Spanien, Frankreich und der Schweiz noch weitere tolle Länder und Wege auf unserer Liste, wir freuen uns.

2016-08-25 16.07.06

Überraschung. Eltern und Bruder zu Besuch in Lissabon-

Die halbe Familie erwartet uns in der historischen Altstadt von Lissabon, mit Bruder und Eltern machen wir 4 Tage lang die historische Hafenstadt unsicher. In den Gassen der Altstadt sitzen unzählige Menschen in kleinen Gruppen zusammen und geniessen ihr Feierabendbier, Straßenmusiker spielen an idyllischen Plätzen und viele charmante Bars locken zum gemütlichen Beisammensein. Lissabon ist eine echte Perle und begeistert mit einem tollen, gemütlichen aber edlen Flair. Wir geniessen europäisches Essen bei angenehmer, lässiger Atmosphäre und lauen Sommernächten. Gefühlt laufen wir alle Straßen Lissabons ab, aber auch nach 4 Tagen gibt es immer noch jede Menge Ecken und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Natürlich darf eine Fahrt in der weltberühmten Strassenbahn der Stadt nicht fehlen, diese schlängelt sich, wie ein Wurm, durch die enge City. Zusammen machten wir uns auf nach Sintra, unweit der kleinen Stadt finden wir den westlichsten Punkt Europas und geniessen einen herrlichen Ausblick über den, zum baden doch sehr kühlen Atlantik.

DCIM100GOPROGOPR4218.

Cabo da Roca. Der westlichste Punkt Europas.

2016-08-29 17.42.47

Mit dem Fahrrad durch Europa.

An Tag 490 unserer Reise machen wir die Räder wieder startklar, schrauben, ölen und packen, nur wenige Stunden später hat uns die Straße wieder. Es dauert bis wir das Stadtgebiet Lissabons endgültig hinter uns haben und die Silhouette der Stadt nur noch am Horizont zu erkennen ist. Hola Portugal, du bist ganz schön hügelig und lässt uns mit deinen unendlichen Bergen, viel Gegenwind und Sonne satt ganz schön schwitzen. Der Highway M8 führt parallel zur Autobahn und ist unsere neue Heimat, die Landschaft erinnert an die italienische Toskana, die schattigen Pinienwälder locken regelmäßig zu einer längeren Siesta. Überall in Portugal finden wir tolle wilde Zeltplätze und wir geniessen die langen Tage. In Südamerika war in der Regel gegen 18 Uhr Sonnenuntergang, hier können wir bis 18 Uhr radeln, da sich die Sonne nicht vor 20.30h verabschiedet, sehr fahrradfreundlich.

Portugal zeigt uns wie schön unser Heimatkontinent Europa ist. Man muss nicht um die halbe Welt reisen, Europa hat unheimlich viele schöne Facetten. Trotzdem sind wir froh soweit gereist zu sein, unser Horizont hat an Tiefe gewonnen und viele Dinge in der heimatlichen Komfortzone, welche für uns einfach selbstverständlich geworden sind, lernt man ganz anders zu schätzen. In Punkto Schönheit und Geschichte braucht sich Portugal und ganz Europa sicher nicht verstecken. Es ist schön wieder durch Europa zu rollen, nicht nur die Verkehrsschilder und die Infrastruktur sind, dank EU-Norm, vertraut. Das Sortiment der Supermärkte lockt verführerisch, gerade bei Wurstwaren und Käse scheinen wir in den letzten Monaten mangelernährt gewesen zu sein und die Delikatessen springen uns regelrecht an.

DCIM100GOPROGOPR8639.

Zelten am Atlantik. Freiheit pur.

Nachts liegen wir im Gebüsch oder in duftenden Kiefernwäldern, Hasen und Füchse rascheln durchs Unterholz, in der Ferne glitzert  beim Sonnenuntergang und 10 Stunden später beim Aufgang der Sonne der gigantische Atlantik, die Menschen sind hilfsbereit und die Autofahrer sehr respektvoll im Umgang mit Radlern und eine leckere Brotzeit findet sich ebenfalls immer, Portugal du gefällst.

DCIM100GOPROGOPR4276.

Nico mit der Altstadtkulisse Portos im Hintergrund.

Mit Porto durchfahren wir eine weitere tolle Stadt, gerade der historische Hafen und die schöne Altstadt hat uns sehr gut gefallen und es wird hoffentlich nicht unser letzter Besuch gewesen sein. Ab Porto folgen wir einem gelben Pfeil und einer Jakobsmuschel eine sicheres Zeichen, wir befinden uns auf dem portugiesischen Jakobsweg, dem „Portuguese Coastal Way“. Wir begegnen Pilgern aus aller Welt, per Rad oder zu Fuss viele Menschen machen sich auf um die berühmte spanische Pilgerstadt von Santiago de Compostela zu erreichen. Ein sehr angenehmer Schlag Mensch sind die symphatischen bunten Pilger, wir bekommen viele Geschichten erzählt und müssen nicht nur immer unsere Geschichte wiedergeben, sondern dürfen auch mal in Ruhe zuhören.

DCIM100GOPROGOPR4334.

Hola Espana. Willkommen in Galizien.

Mit Plattfuß Nr. 32 verabschiedet sich Julian von Portugal und wir überqueren wenig später den Grenzfluss „Rio Minho“ und begrüßen Spanien unser inzwischen 26. Land. Mit 24.61€ p.P./Tag war Portugal recht teuer, aber die 4 Tage in Lissabon und unser Heißhunger auf gutes portugiesisches und europäisches Essen schlugen stark zu Buche und auch auf die Figur.

2016-09-04 08.59.18

Wir folgen dem Jakobsweg nach Santiago.

Der Küsten-Jakobsweg ist traumhaft schön, da verkraftet man auch die zahlreichen Hügel und die zunehmend selbstbewusstere Sonne, welche eine enorme Power an den Tag legt. Die Tage sind heiss, die Nächte dagegen überraschend kühl und vor allem feucht. Am morgen müssen wir, dank Luftfeuchtigkeit und Nebel, unser Equipment oft nass und klamm einpacken, die ersten Stunden sind daher oft eher sehr zäh. Spanien ist definitiv eine Rennrad-Hochburg, jeden Tag sausen unzählige freundliche Sportler auf ihren ultraleichten Bikes an uns vorbei. Die Jungs sind zwar wesentlich schneller als wir, aber über unsere inzwischen 29.000 Kilometer staunen dennoch alle und wollen mehr Infos über unsere Tour und ein Erinnerungsfoto von den „loco Alemanes“!

2016-09-04 15.20.47

Immer der Muschel nach. Nur noch wenige Kilometer.

Die Räder sind, nach kleineren Wartungsarbeiten, wieder voll in der Spur und spulen ihre täglichen Kilometer ohne Probleme runter, wahrscheinlich freuen diese sich auch auf einen Ruhetag in Santiago de Compostela. Der Pilgerort rückt jedenfalls Stück für Stück näher, falls wir nicht gerade in nervigen Stadtgebieten festhängen geniessen wir die duftende Natur. Sommerwiesen, Berghänge mit diversen Kräutern, Kiefernwälder und exotische Pflanzen lösen eine wahre Geruchsexplosion aus. Der Jakobsweg führt uns jetzt im zickzack Kurs, das Kopfsteinpflaster nervt und wir wechseln hier und da auf die einfachere Schnellstraße. Es zieht sich. Doch als wir vor der Kathedrale von Santiago de Compostela stehen und einfach nur den Moment geniessen, sind alle Strapazen vergessen und Ruhe und Entspannung setzt ein.

2016-09-04 16.47.43

Santiago de Compostela.

Wir finden eine günstige Unterkunft in einer der zahlreichen Gassen, lassen uns durch die Stadt treiben, bewundern die gigantischen Bauwerke der Pilgerstadt, bestaunen die herrliche Kathedrale und kommen einfach mit Menschen aus aller Welt in Kontakt. Die Pilgerurkunde bekommen wir ausgehändigt und wir bringen unseren Blog auf den neuesten Stand, finden aber auch Zeit zum entspannen.

Die Basler-Zeitung hat einen lesenswerten Artikel über uns geschrieben, wer war schonmal mit Usain Bolt auf einer Seite zum Thema Olympia? Keiner? Wir jetzt schon, hier geht es zum Link: Basler Zeitung, 20. August 2016

Ja, ansonsten schreiben wir fleißig Emails um eventuellen Sponsoren für unser Filmprojekt zu finden. Langsam aber sicher wird das ganze Unterfangen konkreter und wir sind zuversichtlich in einigen Wochen ein Crowfunding-Trailer präsentieren zu können. Es bleibt aber, wie immer, spannend.

Den nächsten Bericht sollte es aus bereits aus Frankreich geben mal schauen was bei unserem zweiten Besuch der „Grande Nation“ alles passiert. Vorher freuen wir uns aber noch auf die spanische „Costa Verde“ bzw. auf die „Biskaya-Küste“, auch hier führt, diesmal der spanische, Jakobsweg entlang. Der „Camino de Norte“ soll sehr reizvoll aber auch sehr anstrengend sein, schau mer mal was kommt und wer uns so über den Weg spaziert.

Danke fürs lesen und einen schöne Zeit, wir wünschen einen „Buen Camino“, egal wohin der Weg auch geht bei Euch.

Mit sportlichen Grüßen aus Santiago,

Julian und Nico

Weitere Bilder gibt es in unserer Galerie.

Olympia 2016 – Rio de Janeiro – Brasilien IV

Brasilien
2016-08-09 16.50.56

Tolles Grafiti.

Rio es war uns eine Ehre!! Die Olympischen Spiele sind vorbei und wir hatten viel Spass in dieser tollen Stadt am Zuckerhut, die Spiele waren ein absolute Highlight am Ende unserer gemeinsamen Reise und das perfekte Ziel. Die Menschen, egal ob Einheimische, Sportler oder Touristen waren der absolute Wahnsinn und haben uns inspiriert und fasziniert. Mit der vielen Energie welche versprüht wurde kann man etliche Elektrizitätswerke einsparen!

Wir wohnen in einem zentralgelegenem Viertel zwischen Olympiastadion und Copacabana. Santa Teresa ist der ideale Platz für uns um Olympia hautnah zu erleben, aber auch um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Rios einfach zu erreichen. Unser Viertel hat viele kleine Gassen, es ist bunt und unzählige Straßenhändler zieren das Straßenbild und machen diesen Ort sehr lebendig und liebenswert.

2016-08-07 04.14.41

Live in der ARD. 3 Uhr in Rio, 8 Uhr morgens in Deutschland.

Der Medienrummel rund um unseren Zieleinlauf an der Copacabana war enorm, inzwischen haben über 80(!!) verschiedene Medien über uns und unseren „Fahrradausflug“ um die halbe Welt berichtet. Ein absolutes Highlight war natürlich unser live Auftritt in der ARD-Sportschau, nachts um 00.30h werden wir von einem Shuttelservice abgeholt. Wir werden am olympischen Dorf vorbei, via Schnellstrasse welche nur von Sportlern und Sponsoren genutzt werden darf, zum Medienzentrum gefahren. Zig Kontrollen werden passiert, Militär steht an jeder Ecke, 2 Pressausweise baumeln um unserem Hals, wir müssen in die Maske und um 3.15Uhr sitzen wir live bei Michael Antwerpen und Jessy Weller auf der ARD-Couch! Großes Kino für uns und das alles um 3 Uhr in der Nacht, was für eine unvergessliche Geschichte!!

Franziska van Almsick findet unsere Story „unglaublich“, der Beckenbauer-Manager Höfl hört gespannt zu und findet es eine „Hammergeschichte“! Diese Reaktionen sind keine Seltenheit, egal wo wir auftauchen treffen wir auf faszinierte Menschen und müssen viele neugierige Fragen beantworten. Im Deutschen Haus sind wir Ehrengäste des DOSB wir treffen Persönlichkeiten wie die Gold-Reiter und unzählige weitere Medaillenträger, Dr. Müller-Wohlfahrt, Gerhard Delling, DFB-Präsident Herr Grindel und seine Delegation, Funktionäre, Sponsoren, diverse Reiche & Schöne, alle wollen Details von unserer abenteuerlichen Reise hören, es ist  für uns wie im Märchen. Dabei haben wir doch nur 15 Monate sehr intensiv gelebt, eigentlich nichts besonderes, oder? Leben die Menschen nicht? Erfüllen sich zu wenige ihren Traum? Steckt die Abenteuerlust und Neugier nicht in allen Menschen? Naja, wir berichten jedenfalls und unserer Geschichte können wir jetzt in 3 Sprachen und zu jeder Uhrzeit aufsagen.

2016-08-07 00.04.06

Beachvolleyball an der Copacabana. Ein 12.000 Zuschauer fassendes Stadion aus Gerüststangen.

Wir schauen uns die Spiele in Ruhe an, am Ende waren wir beim: Beachvolleyball an der Copacabana, beim Basketball, beim Tischtennis-Finale der Frauen, 2x bei den Leichtathleten im Olympiastadion, 2x beim Hallenvolleyball der Männer, beim golden Fussball-Finale der Frauen im Maracana und der krönende Abschluss war für uns das Fussball-Finale der Männer im ausverkauften ehrwürdigen Maracana. DERTOUR und Audi haben uns 2×3 bzw. 1×3 Tickets gesponsert, wir sagen danke.

Die Reaktionen der Medien auf unsere Ankunft in Rio hat uns selbst überrascht, in den letzten Tagen stand das Telefon selten still. Radios wollten ein Interview, TV-Anstalten wollten einen kurzen Trailer drehen und Zeitungen aus aller Welt wollten sich mit uns treffen. Turbulente Welt, ein Kontrastprogramm zu unserer eher ruhigen Zeit die Monate zuvor auf unseren Rädern und in den abgelegensten Winkeln dieser Erde. Wir bedanken uns für das tolle Feedback welches wir bekommen haben und freuen uns das unsere sportliche Leistung, gerade von vielen Spitzensportlern und Sportreportern, gewürdigt und anerkannt wurde. Merci!

2016-08-20 10.43.07

Corcovado.

Trotz des ganzen Rummels um unser Trio kommt die Entspannung natürlich nicht zu kurz. Die Copacabana wird ausführlich getestet, der Zuckerhut wird erobert und auch die weltberühmte Christus Statue, der Corcovado, wird besichtigt. Die Parks und die Promenaden sind toll angelegt und so spazieren wir oft ohne konkreten Plan durch die City und beobachten das bunte Treiben der Menschen aus aller Welt. Wir lassen uns treiben, wie wir uns die letzten 15 Monate durch 24 Länder treiben liesen, ein schönes Gefühl ohne Zwang und Drang. Daniel, unser Freund aus der Heimat, studiert hier in Rio und zeigt uns die interessantesten Party-Locations und die Favelas in den Hügeln Rios. Rio sprüht voller Energie, die Menschen haben Samba im Blut und machen die Nacht zum Tag und das 24/7. Wir erleben die Menschen in Rio als tolle, offene Gastgeber, gerade Abseits der Touristenmassen zeigt sich Rio von seiner schönsten Seite, irgendwo steigt immer eine Party oder die Menschen sitzen beim gemütlichen Bierchen zusammen.

2016-08-13 13.26.28

Letzter gemeinsamer Abend! Adios Sandro.

14022093_10201854816089514_3353157926199791248_n

„Die Reise ihres Lebens“.

Nach 474 gemeinsamen Tagen macht Sandro sich auf den Heimweg zurück nach München. Mit Rio war unser Teamziel erreicht und wir sind alle drei wahnsinnig stolz dieses ferne Ziel als Trio erreicht zu haben. Auf Sandro warten Aufgaben im München, welche sich leider nicht länger haben aufschieben lassen. Nach einer dicken Abschiedsfeier macht er sich also auf den Weg und ist inzwischen gut in München gelandet. Wir sagen Tschüss und danke für eine geile Zeit auf unserm Trip von München nach Rio. Der Müncher-Merkur bringt uns mit der Headline „Die Reise ihres Lebens“ aufs Titelblatt und so wird Sandro gleich am Münchner Flughafen mit seiner eigenen Story empfangen.

Ja, was sollen wir sagen? Inzwischen ist ein Film über unsere Reise konkret geplant. Thomas Köke von der Filmhochschule Bremen kommt extra wegen uns aus Deutschland eingeflogen und dreht mit uns 6 Tage an verschiedenen Orten rund um Rio und natürlich auch direkt in der „City of God“. Hauptsächlich werden Interviews geführt und wir erzählen quasi unsere Geschichte nach, das gesammelte Filmmaterial der letzten 15 Monate muss gesichtet werden und daraus soll in einigen Monaten ein Film entstehen. Da die Produktion eines Filmes viel (sehr viel) Geld kostet geht in den nächsten Wochen wohl ein Crowdfunding-Projekt an den Start. Die ersten Trailer werden bald online sein und wir halten euch weiterhin auf trioforrio.com und auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufendem. Wir bedanken uns bei Thomas für die schöne Zeit hier in Rio und seine Geduld mit uns, wir haben größten Respekt vor deiner Energie und deinem scheinbar unstillbaren Tatendrang. Danke!

Inzwischen haben wir dem Deutschen Haus Besuch Nr.2 und 3 abgestattet. Die Olympische Familie hat uns gut aufgenommen und ist sehr feierfest und lädt zu ausufernden Partys. Der Starpianist Lang-Lang spielte auf und die Sportler geniessen ihre Olympiade in einer einmaligen Location direkt am Meer und bei einer wunderbaren Atmosphäre. Das Buffet muss sich nicht verstecken, nach unzähligen Abenden mit Spaghetti & Tomatensosse fühlen wir uns wie im Schlaraffenland, auch die Bar bietet zahlreiche exotische Alternativen zum  üblichen Leitungswasser.

DCIM100GOPROGOPR4148.

Nach der Sektdusche gratulieren auch wir Horst Hrubesch.

Abend Nr. 3 gehört eindeutig den Fussballern, die Gold-Mädels und die Silber-Männer sind vor Ort und reissen die Hütte beinahe ab. Lars Bender meint zu unserer Reise „Ihr habt doch nen Lattenschuss!“, Timo Horn, Davie Selke, Nils Petersen & Co. wollen Details und sind jetzt weitere prominente Unterstützter und Freunde unseres Filmprojekts „Trio for Rio“! Horst Hrubesch und Hansi Flick sind begeistern und der Pressesprecher des DFB, lädt uns spontan zu einem A-Länderspiel ein. Uns werden Medaillen umgehängt und die Jungs wollen Selfies mit uns machen, verkehrte Welt in Brasilien. Es ist eine intensive Zeit wie in einem verrücktemTraum. Hätte uns vor 15 Monaten jemand gesagt, dass diese Reise live in der ARD-Sportschau oder/und im Deutschen Haus Arm in Arm mit der deutschen Sportelite endet, wir hätten gelacht und kein Wort geglaubt.

Finale Gold

Gold für die deutschen Fussballerinnen. Tabea Kemme hatte schon vorher von uns gehört.

2016-08-20 17.01.49

Finale im Maracana gegen Brasilien. Geile Stimmung!

Beim Finale der Fussball-Frauen waren wir also live im Maracana und feuerten die Mädels lautstark an bis Gold gesichert ist, unser erstes Länderspiel endete gleich mit Gold ein guter Einstieg. Das Finale der Männer einen Tag später war mit über 80.000 Menschen natürlich restlos ausverkauft, wir und eine Handvoll weitere deutsch Anhänger waren wieder live vor Ort. Die Stimmung war vom feinsten, wir brüllten, sangen und klatschten gegen eine gelbe, brasilianische Wand an, die Lautstärke war enorm noch heute schmerzen die Ohren, ein explosiver Hexenkessel, ein würdiger Abschied aus Rio, aus Brasilien, aus Südamerika. Die Jungs auf dem Platz haben alles gegeben und haben Silber gewonnen! Wer erst im Elfmeterschießen geschlagen wird darf das Maracana mit erhobenen Kopf verlassen. Hut ab, klasse Leistung! Wir sind immer noch Fussball-Weltmeister und das 7-1 steht für alle Zeiten in den Geschichtsbüchern der ganzen Welt und auf den traumatisierten Seelen der brasilianischen Fussballfans werden die Narben wohl nie verheilen. Wie schon erwähnt haben wir das Team im Deutschen Haus wieder aufgebaut und spätestens in den frühen Morgenstunden auf der Tanzfläche waren alle strahlende Sieger.

Silber im Finale. Julian mit der Medaille der Fussballer.

So, wie gehts weiter? Nico und ich haben uns für eine weitere Fahrradreise entschlossen!!! Wir fliegen jetzt nach Lissabon und radeln „die letzten Meter“ zurück in die Heimat. Mitte/Ende Oktober hat uns Deutschlands Süden aber definitiv wieder zurück. Auch wenn wir jetzt als Duo weiterradeln berichten wir wie gewohnt auf trioforrio.com und auf Facebook.

Die Räder sind geputzt, gewartet und freuen sich genauso wie wir auf neue Abenteuer in Europa. Die Abschieds-Fiesta in unserer Unterkunft wurde bereits gefeiert, wir bedanken uns bei unseren Gastgebern Kelly & Wilma, Santa Teresa war das perfekte Stadtviertel für uns.

Olympia ist vorbei und es regnet! Es ist Zeit weiterzuziehen!

Nochmals danke an das Team vom DOSB und an Herrn Achten vom Deutschen Haus, ihr wart tolle olympische Gastgeber. Danke auch an die Medien welche unsere Geschichte in die Welt hinaus geschickt haben! Ihr hört von uns! Wir freuen uns falls wir jemanden inspiriert konnten, Fahrradreisen sind eine tolle Sache um den Globus auf eigene Faust zu erkunden. Probiert es aus!

Bleibt uns treu, berichtet von uns und seid gespannt ob ein Filmprojekt tatsächlich realisiert werden kann. Danke fürs lesen und teilen unserer Berichte, es war uns eine Freude. Wir sind selbst auch gespannt auf die/den ersten Trailer über unsere Tour und natürlich auf das bevorstehende Crowdfunding-Projekt, wir werden berichten.

Pack mer’s, Europa wir kommen!!

Mir Sportlichen Grüßen,

Julian und Nico

Mehr Bilder sind in unserer Galerie zu finden.