Kolumbien III – Ecuador

Ecuador, Kolumbien
Pilgerkirche "Las Lajas" in Ipiales.

Pilgerkirche „Las Lajas“ in Ipiales.

Die letzten Kilometer in Kolumbien geht es nochmals kräftig auf und ab, in den Hütten am Gipfel wird heisse Schokolade und Käsekuchen serviert, ein Stück Heimat in der Ferne und gegen die frische Bergluft genau richtig. Bevor wir Kolumbien endgültig verlassen und nach Ecuador einreisen, wartete am Osterwochenende noch ein echtes Highlight auf uns. Die Pilgerkirche „Santuario de Las Lajas“, liegt in einer engen Schlucht und erinnert mehr an eine Burgfestung wie an ein Gotteshaus, ein wilder Fluss rauscht unter dem gigantischem Bauwerk hindurch, architektonisch ein Meisterwerk, die Kirche hat eine einzigartige Ausstrahlung und wird uns als eines der schönsten Bauwerke unserer Reise in Erinnerung bleiben.

Wir sagen Danke Kolumbien, mit 19.94€ p.P./Tag durften wir leben wie die Könige, zahlreiche Ersatzteile und Wartungskosten für die Räder inbegriffen. Kolumbien hat es uns definitiv angetan, wir hatten jede Menge Spass und haben eine tolle Kultur hautnah erleben dürfen. Die sehr schweisstreibende Berge mit ihren hohen Pässen werden uns ebenso wie die vielen Schluchten und Flusstäler lange in Erinnerung bleiben. Das leichte, oft chaotische bunte Leben werden wir, spätestens in Deutschland, vermissen. Unsere zahlreichen neuen Freunde, mit ihrer grenzenlosen Begeisterung für unser Unterfangen, machen Kolumbien zu einem Reiseland mit großem Rückkehrfaktor.

Warmanziehen. Auf gehts in Richtung Ecuador.

Warme Kleidung. Auf gehts in Richtung Ecuador.

Mit Nieselregen und äusserst kühlen Temperaturen begrüßt uns Ecuador, unser Land Nr. 18, der nötige Einreisestempel ist schnell im Pass und schon warten die Berge auf uns. Der US$ ist seit 1999 offizielle Währung in Ecuador, schnell wird uns daher deutlich das Ecuador ein weitaus höheres Preisniveau hat wie Kolumbien und wir wieder tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Highway E-35, wegen den zahlreichen Vulkanen links und rechts der Strasse auch „Strasse der Vulkane“ genannt, führt uns zielsicher und sehr gut ausgebaut in die höchste Hauptstadt der Welt und damit nach Quito auf 2850m. Bevor wir aber nach Quito einreisen geht es, wieder einmal, bergauf und bergab. Das Wetter wechselt sein Gesicht binnen Minuten, vom puren Sonnenschein bis zu sintflutartigen Regengüssen sind es oft nur wenige Augenblicke. Die Anden machen klar wer hier der Boss ist und damit das Sagen hat, uns bleibt nichts anderes übrig wie uns anzupassen und im Minutentakt die Regenkleidung an und wieder auszuziehen. Am Abend kehren wir in billige Unterkünfte ein, manchmal gibt es sogar eine heisse Dusche, zum zelten ist es in den Hochebenen zu frisch und vor allem zu nass, den extremen

Äquator. Geschafft!

Äquator. Geschafft!

Regenmassen sind unsere Zelte nicht gewachsen. Kurz vor Quito verlassen wir die Nordhalbkugel, überschreiten den Äquator und heissen die Südhalbkugel herzlich willkommen. Gute 11 Monate und exakt 19502 km haben wir gebraucht um von München bis an den Mittelpunkt der Erde zu radeln, was für eine tolle Geschichte. In der Bergregion gilt Meerschweinchen als absolute Delikatesse, oft werden die kleinen Nager direkt am Strassenrand gebraten und verkauft, bislang haben wir die Leckerbissen allerdings den Einheimischen überlassen, aber ob wir der Verlockung noch lange widerstehen können?

Gebratene Meerschweinchen. Bisher haben wir sie nicht probiert.

Gebratene Meerschweinchen. Bisher haben wir sie nicht probiert.

Quito, und seine historische Altstadt empfängt uns dagegen mit Sonnenschein pur, versteh einer das Wetter… Quitos koloniales Stadtzentrum ist reich an zahlreichen bedeutenden Bauten und Denkmälern, vor allem koloniale Kirchen

Quito hat ein tolles historisches Zentrum.

Quito hat ein tolles historisches Zentrum.

und Klöster im Barock Stil stechen hervor. 1978 wurde Quitos Altstadt, als erste Stadt überhaupt, auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes gesetzt, zurecht wie wir meinen. Hinter jeder Ecke lassen sich neue Gassen, neue Geheimnisse und Geschichten finden, der historische Stadtkern ist sehr gut erhalten und einladend. In traditioneller Tracht verkaufen die Indigenas, Ecuadors Ureinwohner, Obst und Gemüse, überall auf den zahlreichen „Plazas“ trifft man auf Lottoverkäufer, Schuhputzer und diverse „laufende Händler“, ein buntes Treiben beherrscht das

Wacht über Quito auf dem Hügel "El Panecillo".

Wacht über Quito auf dem Hügel „El Panecillo“.

Stadtbild. Wir steigen, gegen den Rat der Polizei – welche vor Überfällen warnt, auf den Hügel „Panecillo“ wo die berühmte Marinestatue über die Stadt wacht, so haben wir eine tolle Draufsicht auf die 2,2 Millionen Einwohner Stadt und die Vulkane welche das langgezogene Stadtgebiet einkesseln. Donner, Blitz und Regen treiben uns in die zahlreichen kleinen köstlichen Restaurants und auch die vielen Kirchen sind trocken und strahlen mächtig vor Glanz und Gloria. Abseits der Altstadt zeigt Quito aber auch ein zweites Gesicht, Armut, Drogen und und wenig Perspektiven aus diesem Teufelskreis sind auch ein Teil dieser Millionenstadt.

Geschlagene 20 km brauchen wir um aus Quitos Stadtgebiet zu entkommen, die Hauptstrasse hat nicht viel vom gemütliche Stadtzentrum. Die Strasse ist stark befahren, ständig wird gehupt, Busse und LKW’s dieseln uns mit Abgasen voll, gerade die Busfahrer haben einen Dachschaden und fahren wie der Henker persönlich, die Luft steht, die Lunge eines Kettenrauchers kann nicht weniger belastet sein. Jedenfalls sind wir recht froh wieder in der Natur zu sein und geniessen die gesunde Landluft und den gemächlichen Verkehr.

"Pailon del Diabolo", ein Wasserfall in Banos.

„Pailon del Diabolo“, ein Wasserfall in Banos.

Nico möchte weitere Vulkane sehen und fährt die „Feuerstrasse“ weiter,. Vorbei am Vulkan Cotopaxi nach Banos, ein Ort mit vielen Wasserfällen und heissen Quellen. Von dort fährt er weiter über Riobamba nach Alausi und macht einen Tagesausflug mit dem berühmten Zug „Nariz del Diabolo“. Julian und Sandro verlassen die E-35 und biegen rechts auf die E-20 und damit ins Flachland Ecuadors, in Richtung Santo Domingo, als Treffpunkt vereinbaren wir Guayaquil 7 Tage später. Julian und Sandro geniessen eine 80 Kilometer lange Abfahrt und brettern mit bis zu 70 km/h die Anden runter, nur der Regen und diverse Erdrutsche können uns kurzfristig stoppen. Im Flachland geht es an kilometerlangen Kakao- Mais- Maracuaya- Bananenplantagen vorbei, wir fahren durch die Obst und Gemüsekammer Ecuadors, die freundlichen Marktfrauen beschenken uns mit ihren Früchten, erklären uns den Weg und lachen viel über unsere Tour, frei nach dem Motto: „Ihr seid doch total bekloppt!“

Obst gibt es reichlich auf den Märkten Ecuadors.

Obst gibt es reichlich auf den Märkten Ecuadors.

In den Nächten regnet es, tagsüber wird es bis zu 35 Grad warm und extrem schwül, die Strecke ist schön flach und wir strampeln gedankenverloren vor uns hin bis nach Guayaquil, mit 3.3 Millionen Einwohner die grösste Stadt des Landes, diese liegt auf Meereshöhe. Für Schlangen scheint das tropische Klima im Flachland das ideale Biotop zu sein, die Biester finden in den Plantagen viel Unterschlupf, genügend Nahrung und liegen oft auf der Strasse rum „dead or alive“!

Erdrutsch. Die Strasse wird zum Fluss.

Erdrutsch. Die Strasse wird zum Fluss.

Nico hat in den Bergen, auf der Feuer- bzw. Vulkanstrasse, auch mit schlechtem Wetter zu kämpfen, erlebt zahlreiche Schlamm- und Felslawinen und muss sein Rad durch unzählige Matschfelder tragen. Leider war die Sicht auf die Vulkane nicht immer klar, die Natur und die unglaublich freundliche Bergbevölkerung machen die Passage dennoch unvergesslich.

In Guayaquil sind wir wieder vereint, innerhalb von 29 Tagen sind wir nun gut 2300 Kilometer quer durch Kolumbien und Ecuador gefahren, es ging über Stock und Stein, über Berge und Tal, durch Regen und Sonne, die Natur zeigte uns ihr gesamtes Spektrum auf. Wir freuen uns jetzt auf unsere 8-Tage Auszeit auf den Galapagos-Inseln, wo wir auch Darwins Spuren suchen werden und nach beinahe einem Jahr unsere Eltern treffen werden. Der „Kopf-Akku“ muss mal wieder komplett durchgeladen werden und auch die Beine freuen sich auf eine längere Auszeit und ein paar Tage ohne strampeln und die treuen Fahrräder.

Nach 20010 Kilometern sind wir in Guayaquil angekommen.

Nach 20010 Kilometern sind wir in Guayaquil angekommen.

Mit der Ankunft im Stadtzentrum von Guayaquil machen wir am Tag 344 die 20.000km voll. 20.000km Abenteuer und Spass. 20.000km rauf und runter. 20.0000km Friede/Streit und Versöhnung. 20.000km leiden und staunen. 20.000km Trip of our Lifetime. 20.000km Leben pur. 20.000km Wahnsinn.

In Guayaquil besuchen wir den Iguana-Park im Stadtzentrum, in diesem Park leben tausende von Riesenechsen, ein einmaliges Spektakel, die Altstadt kommt an den Charme Quitos zwar nicht ran, hat aber dennoch seinen eigenen Zauber.

Hunderte von Iguanas mitten in der Stadt.

Hunderte von Iguanas mitten in der Stadt.

Wir verabschieden uns in den Urlaub, danach geht es weiter in Richtung Peru wo uns die Anden wieder erwarten. Heute (5.4.2016) sind es noch genau 4 Monate bis zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Rio, noch haben wir etwa 8.000km vor uns, alles deutet auf einen „just in time“ – Einlauf hin, es bleibt spannend.

Die Räder bleiben hier in Guayaquil und sind bei Susana und Ana-Maria sicher untergebracht, auch wir leben gerade bei diesen 2 herzlichen Damen und geniessen deren umwerfende Gastfreundschaft.

Der nächste Bericht kommt bereits aus Peru und wird hoffentlich mit tollen Bildern und Eindrücken vom ecuadorianischen Naturparadies und damit von den Galapagos-Inseln beherrscht sein.

Danke für euer Interesse, die zahlreichen „likes“ und das teilen unserer Berichte auf Facebook.

Sportliche Urlaubsgrüße,

Euer Trio for Rio

Julian, Nico und Sandro.

Mehr Bilder findest Du in unserer Galerie.

Mexico No. 2 – Vulkane, Sandstürme und waghalsige Männer

Mexiko
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Agave, die Pflanze aus welcher Tequila hergestellt wird.

In den letzten 16 Tagen war ganz schön was los bei uns, aber der Reihe nach. Nach unserem letzten Update in Tepic schnauften wir weiter die Berge rauf Richtung Guadalajara, immerhin legte sich mit der gewonnenen Höhe die Schwüle und speziell die Nächte wurden wieder erträglicher. Auf unserem Weg in die zweitgrösste Stadt Mexicos, Guadalajara (circa 1,5 Mio. Einwohner), passierten wir das berühmte Örtchen Tequila. In Tequila gehört es natürlich zum Pflichtprogramm die gleichnamige Spirituose in deren Heimat zu verkosten, am selben Abend wurden die Dorfstrassen zu kleinen Flüssen, es schüttet überraschend wie aus Eimern.

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In Tequila verwandelt sich die Straße in einen Fluss.

Kurz vor Guadalajara werden wir nochmals auf Bergtauglichkeit geprüft, die zahlreichen Hügel nehmen einfach kein Ende. Daniel, ein Freund von Nico aus dem

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Dani aus der schwäbischen Heimat beherbergt uns in Guadalajara.

schwäbischen, am Neckar gelegenen, Obernau wohnt im bunten, belebten und feierwütigen Guadalajara und nimmt uns für 4 Tage in seiner Studenten-WG auf. Genug Zeit um Nicos 27ten Geburtstag ausgiebig im Nachtleben zu feiern und um die kulinarischen Spezialitäten und die zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt ausgiebig zu erkunden.

Der Highway 80 bringt uns aus der City raus, die Schlaglöcher und die Dichte an verrückten Autofahrern, insbesondere Busfahrern, war in Guadalajara besonders hoch, an einer Kreuzung kurz vor den Stadttoren machen wir an Tag 191 unsere 11.000km voll. Der Hwy. 54D treibt uns immer weiter zur Küste, wir geraten in einen Sandsturm und sehen danach aus wie die Sandmänner persönlich. Der nächste Tag hält mit dem aktiven Vulkan „de Fuego“ die nächste Überraschung für uns parat und wir bestaunen bei wolkenlosen Himmel das Naturspektakel.

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Vulkan „de Fuego“ (3850m) begrüßt uns mit viel Asche und Rauch!

Nach wenigen Tagen erreichen wir mit der Kleinstadt Tecoman und dem Highway 200 das Ufer des Pazifiks. Die Schwüle ist zurück, jede Dampfgrotte wäre dankbar über soviel Luftfeuchtigkeit, unser Flüssigkeitsbedarf dürfte so bei 8-10 Litern am Tag p.P liegen. Der Highway 200 ist sehr eng und so schiessen die LKWs und Autos eng an uns vorbei, zusätzlich steigt die Uferstrasse auf und ab, an manchen Tagen haben wir zu unseren, durchschnittlichen, 90 Tageskilometern nochmals 1700 Höhenmeter.

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Romantisch? Brennender Müll am Straßenrand.

Erschrocken sind wir über den vielen Müll, welcher am Strassenrand entsorgt und verbrannt wird. Gut, wir produzieren, wie jeder Andere auch, täglich Müll und wo unser Abfall letztendlich landet nachdem wir ihn in einer Mülltonne entsorgt haben, wissen wir auch nicht. Vermutlich lässt uns der Kontrast zwischen der einmaligen, tropischen Natur, dem herrlichem, einladendem Meer und den stinkenden, riesigen Müllbergen über unser eigenen Umgang mit Abfall in unserer Konsumgesellschaft nachdenken.

Das Kontrastprogramm bekommen wir schon am nächsten Tag geboten, der kleine Ort Colola ist Schauplatz der grössten Schildkrötenpopulation der Welt. Zufällig sind wir zur rechten Zeit am rechten Ort und so begeben wir uns in der Nacht mit angehenden Meeresbiologen an den Strand. Es sind hunderte Schildkröten, die

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„Negra“ Schildkröten bringen ihre Eier an den Strand.

vermessen, gewogen und markiert werden, wir sammeln Eier ein, zum Schutz vor Raubtieren etc., und dürfen die frisch geschlüpften Babys begutachten. Hier spiegelt sich die Magie der Natur und einer solchen Reise eindrucksvoll wieder.

Je näher wir nach Acapulco kommen umso präsenter ist die Polizei und das Militär, die Jungs treten in Hundertschaften auf und sind bis an die Zähne bewaffnet. In uns weckt das zweierlei Gefühle, einerseits fühlen wir uns recht sicher, andererseits machen die Truppen das auch nicht zum Spass. Letztendlich sind die Männer aber auch nur Menschen und  naturgemäss sehr neugierig, wie übrigens alle Mexikaner, so werden wir regelmässig ausgefragt und bekommen bewundernde Blicke und bei den Kontrollen werden wir mit einem gönnerhaften Kopfnicken durch gewunken. Inzwischen sind wir mehrere tausend Kilometer verbotenerweise auf der Autobahn gefahren, bislang hat das aber noch keinen Ordnungshüter gross interessiert. Die Autobahnen sind wesentlich besser ausgebaut und verfügen über einen breiten Seitenstreifen und werden daher von uns bevorzugt.

Gerade die ärmeren Menschen scheinen das größte Herz zu haben, wieder wurden wir zu kostenlosen Übernachtungen eingeladen, zum Eis oder auf eine kühles Getränk. Uns ist klar, dass diese Reise ein Privileg ist, von dem die meisten Menschen hier nur träumen können. Dafür sind wir sehr dankbar, manchmal müssen wir allerdings selbst aufpassen dieses Privileg auch zu schätzen und nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

Unsere Hängematten, wohl der größte Luxus in unserm Equipment, versüssen uns

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Übernachtung in den Hängematten am Strand.

jetzt immer öfter die Mittagspause, ein geeigneter Platz am Meer und die benötigten Palmen sind i.d.R. recht schnell gefunden, auch schon über Nacht haben wir darin königlich geschlummert.

Heute am Tag 200 unserer Reise sind wir in Acapulco angekommen. 200 Tage, 200 Nächte, 200 Abenteuer, 200 mal pures Leben, Wahnsinn! Manchmal fühlt sich das alles unecht an, vielleicht wird es irgendwann, mit etwas Abstand greifbarer. In den letzten 200 Tagen haben wir also 11896 Kilometer auf unseren Bikes zurückgelegt, das entspricht 3,5 x die komplette Tour de France 2015 (Quelle Wikipedia / 3360KM gesamt), gut die Jungs fahren das in 21 Tagen, dafür ohne Gepäck und mit erstklassigem Serviceteam, welches sich um die Malzeiten, die Fahrräder und die Massagen kümmert. Neidisch sind wir allerdings nicht, den geniessen können wir unsere „Tour de Rio“ mit Sicherheit mehr.

11896 Kilometer in 200 Tagen entspricht einem Durchschnitt von 59.48 Kilometern am Tag, inklusive Ruhetage. Nach Abzug unserer 54 Ruhetage fahren wir im Schnitt 82.61 Kilometer an einem Radeltag, das ist mehr als im Vorfeld der Reise hochgerechnet.

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Markt in Acapulco. Die VW-Käfer dienen als Taxen.

Die weltberühmten Klippenspringer von Acapulco sind eine einmalige Show, es gehört unheimlich viel Mut zu diesem Sport, Hut ab. In Acapulco selber stechen die zahlreichen VW-Käfer heraus, wir fühlen uns wie Zeitversetzt in die 60ziger. Auch das bunte Treiben auf den engen Märkten ist beeindruckend, die Gerüche und Geräusche muss man allerdings selber erlebt haben. Das liebevoll-chaotische ist uns inzwischen sehr ans Herz gewachsen und lässt sich eben kaum in Worte fassen, irgendwie geht immer und  auf unsere „heiligen“ Standards aus der Heimat kann man auch schonmal verzichten. Reduzieren auf das Wesentliche ist angesagt und dies fällt uns leicht, nicht nur hier in Mexiko sondern schon von Beginn der Reise an.

Die nächsten Tage bringt uns der Highway 200 weiter in den Süden, kurz vor Guatemala fahren wir scharf links und hoffen das uns circa 2000 Kilometer östlich in Cancun (noch immer Mexiko) eine Fähre nach Kuba mitnimmt.

Vielen Dank Euch für Eure Unterstützung die Vielen „Likes“ bei Facebook und das eifrige Teilen unserer Berichte.

Mit freundlichen Grüßen,

Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder findest Du in unserer Galerie.