Italien II – Schweiz – Deutschland (2) – Schwabenland

Deutschland, Italien, Schweiz
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Der Genfer See in der Schweiz, unser Land Nr. 29.

In Turin muss eine Entscheidung her, die Wolken hängen tief, es regnet und die Temperaturen werden stündlich kühler. Die Schneefallgrenze hatte sich bei knapp über 1000m eingependelt, keine tollen Aussichten auf unsere bevorstehende Alpenüberquerung. Wie es der Zufall so will kommen unsere Eltern gerade mit ihrem Wohnmobil aus dem jährlichen Griechenland-Urlaub. Kurzerhand nehmen die Beiden einen längeren Umweg in Kauf und laden uns samt Rädern ein. Wir werden also über die Alpen chauffiert, wer über 280.000 Höhenmeter in den Beinen hat, darf sich diesen Luxus mal gönnen. Das Felsmassiv der Alpen und die gigantischen Schluchten sind beeindruckend, wir geniessen dieser Eindrücke aus für uns ungewohnter Perspektive, vom Beifahrersitz aus. Am Genfersee haben wir die kritische Region hinter uns und es geht bei, weiterhin kühlen, Temperaturen wieder per Rad weiter durch unser Land Nr. 29.

Nachts wird es sehr kalt, doch Hotels sind viel zu teuer. Deshalb zelten wir.

Gleich die erste Nacht in der Schweizer Wildnis wird eine der kältesten unserer gesamten Reise, der ständige Nieselregen in den folgenden nächsten Tagen macht die Sache nicht besser. Mit steifen Gliedern und tauben Fingern kämpfen wir uns am Genfersee entlang bis Lausanne. Die Schweiz ist unverhältnismäßig teuer, so beschliessen wir absolut low-budget durch die Alpenrepublik zu radeln und möglichst kein Geld auszugeben. Unsere Zeltnächte am kristallklaren Genfersee sind zwar bitterkalt, dafür glitzern die Sterne am Himmel um die Wette. Einen schöneren nächtlichen Ausblick hat man aus den protzigen Villen rund um den See sicher auch nicht.

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Zufällig kommen wir beim IOC vorbei. Begeistert erzählen wir von unserer Reise und stossen auf taube Ohren.

In Lausanne sitzt der IOC (Internationales Olympisches Komitee), mit unserer Geschichte im Gepäck dürfen wir kostenlos ins Olympia Museum. Ansonsten zeigen sich die Anzugträger wenig beeindruckt von unserer Reise zu den Olympischen Sommerspielen 2016, den eher biederen Eindruck und das steife Image des IOC behalten wir daher bei.

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Minus 3 Grad. Warm anziehen und auf die Zähne beißen.

Der strahlend blaue Himmel täuscht etwas, die Luft ist zwar klar aber die Kälte ist schneidend. Wir verabschieden uns vom größtem See der Schweiz mit dem Ziel Bern, der Hauptstadt des Landes. Die Kilometer ziehen sich, der Wind bläst von vorne und die Temperaturen fallen auf zapfige 5-7 Grad, in der Nacht sind wir unter dem Gefrierpunkt. Frederic und Adriana haben Mitleid und nehmen uns für eine Nacht auf, die Schweiz ist zwar teuer, aber die Menschen haben ein großes Herz. In den nächsten Tagen werden wir häufig zum übernachten, zum aufwärmen oder zum Abendessen eingeladen, danke.

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Bern. Eine sehr schöne Stadt. Foto: Stelian Pavalache.

nDie Schweiz macht ihren Klischees alle Ehre. Auf den Weiden bimmeln die Kühe vor sich hin, Käsereien gibt es wie Sand am Meer und es geht natürlich (nur) auf und ab. Ab Bern wir wieder deutsch gesprochen, wir brauchen eine Weile bis wir aufhören automatisch auf Englisch zu antworten. Mit der Schweiz waren wir jetzt übrigens in allen 4 Ländern in welchen Deutschland Fussball-Weltmeister wurde, alle 4 Länder auf dieser Reise, alle wurden mit dem Rad erobert. Andere sammeln Pokemon’s mit ihren Smartphone’s, wir sammeln WM-Sterne mit dem Fahrrad. Mission erfolgreich gemeistert.

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Ranjit Singh Masuta lädt uns zum Essen und Übernachten ein. Vielen Dank.

Die Schweizer beeindrucken uns mit ihrer lockeren Art und ihrem wunderbaren Dialekt. Mit Malika, Cyrille und der bunten Großfamilie von Ranjit Masuta und einer Frau Uma Shakoor haben wir umwerfende Menschen mit z.T. unglaublichen Lebensgeschichten kennenlernen dürfen und hatten jede Menge Spass. Ranjit und seine  Familie retten uns vor einer kalten Regenacht, wir werden in ihr „Hotel Langenthal“ und ihr indisches Restaurant eingeladen, grossartige Menschen treffen wir dort in einem tollem Naturparadies. Julian bleibt sich treu und die Plattfußstatistik wird weiter fleissig ausgebaut, geschlagene 40(!!!) Plattfüsse stehen bereits in der Statistik, Nico liegt gerade mal bei der Hälfte und damit bei 20.

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Deutschland ist in Sichtweite. Hier am Dreiländereck in Basel.

Auf dem Weg nach Basel heisst es: Jacke an, Jacke aus, das Herbstwetter weiss anscheinend selten was es will! Andreas von der Basler-Zeitung lädt uns in seine Stadt ein, seine Frau On-Uma bekocht uns königlich. Die Basler-Zeitung bekommt ein Interview und wir eine tolle Stadttour durch die Altstadt bis hin zum Dreiländereck. Übrigens haben wir es geschafft und in der Schweiz kein Geld liegen lassen. Als Belohnung für uns Durchhaltevermögen gönnen wir uns allerdings am letzten Abend ein Fussballspiel zwischen dem FC Basel vs. Luzern, tolle Stimmung. Erwartungsgemäss gewinnt Basel mit 3-0, so lassen wir kurz vor der deutsche Grenze doch noch Geld liegen, mit umgerechnet 2,14€ p.P/Tag zählt die Schweiz aber zu unseren billigsten Reiseländern. den Artikel der Basler-Zeitung findet man hier: Zeitungsartikel in der BZ

Am Tag 539 radeln wir also wieder über deutschen Boden, die Sonne begrüßt uns mit einem herrlichem Herbsttag. Beinahe könnte man meinen die Heimat hätte uns vermisst und strahlt vor Freude als wir gen gigantischen, aber dennoch gemütlichen Rhein entlang rollen.

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Mit Sonnenschein pur empfängt uns Deutschland wieder.

Die erste Nacht auf deutschem Boden wird natürlich gezeltet, der Sprung in den Rhein ist ein kühle Angelegenheit und wir kriechen sofort in unsere dicken Daunenschlafsäcke. Am nächsten Tag wechseln wir mehrmals zwischen Deutschland und der Schweiz hin und her, je nachdem welche Rheinseite den besseren Radweg bietet. Spätestens als wir unser „Schwäbisches Meer“ bzw. den Bodensee erreichen, wird klar: Wir sind zurück!!!!! Die Heimat hat uns wieder und es gibt auch gleich einen weiteren Grund zu feiern, die 32.000km unsere 20.000Meilen sind voll, was für eine Zahl.

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Das „Schwäbische Meer“, der Bodensee.

In Konstanz werden wir von Jelena mit einem gigantischen Maultaschen-Essen begrüßt, 11 Maultaschen pro Kopf werden verdrückt. Am nächsten Tag gehts zur Tante und Onkel auf die andere Seeseite, wir werden herzlich begrüßt und es ist ein geschichtenreiches Wiedersehen. Auf dem Weg in unsere Geburtsstadt Tübingen warten mehrere Zeitungen auf uns und wollen Details zu unserer „kleinen“ Rundreise wissen. In Sigmaringen werden wir von Timo beherbergt, in Dusslingen übernachten wir bei Yvonne und Daniel nach unserem gratis Haarschnitt von “Rösener Schnittpunkt“ und unsere Schwester begrüßt uns in ihrem Häuschen in Nehren.

Tübingen ist die erste Stadt auf unserer Tour welche wir zweimal besuchen, hier schliesst sich der Kreis. Die Lokalpresse wartet, das SWR-Radio fängt uns vor dem Rathaus ab und von den Radio-Kollegen von „Das Ding“ werden wir interviewt und gefilmt. Weiter geht es nach Rottenburg, hier sind wir zu Schule gegangen, das „Schwäbische Tagblatt“ ist vor Ort und das Eiskaffee „Rino“ spendiert neue Fahrradtrikots und Radelhosen, was für ein Empfang bei Sonnenschein und milden Temperaturen!

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Was ein Empfang. Vielen Dank!

Ganz grosse Kino erwartet und in unserer Heimatgemeinde Hailfingen. Familie, Freunde, Nachbarn und Neugierige erwarten uns in unserer Rosengartenstraße. Die Ortsvorsteherin Sabine Kircher und der Rottenburg Bürgermeister Thomas Weigel beglückwünschen uns, unzählige Hände wollen geschüttelt werden und unsere Geschichte wir bis zur Heiserkeit erzählt. Es ist der absolute Wahnsinn, danke an alle die vor Ort waren, danke für die vielen Leckereien und die wunderbaren Plakate. Es war uns eine Ehre!! Die Party geht bist spät in die Nacht und auch der folgende Samstag wird mit Familie und Freunden durchgefeiert, es ist gleichzeitig Vater’s 66. Geburtstag.

Den Artikel vom Tagblatt gibt es hier.

Wir hatten keine Vorstellung was alles zwischen Tübingen und Rio liegt und passieren wir, jetzt sind wir um eine großartige Erfahrung reicher. Wir sind froh ohne Reiseführer gereist zu sein und wenig über die jeweiligen Länder gelesen zu haben. So haben wir viel mehr über Land und Leute erfahren. Wir waren offen für neues und haben so authentische Einblicke in den Alltag der Menschen bekommen.

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32213 Kilometer. Vielen Dank an euch alle für eure Unterstützung! Helft uns jetzt bei unserem Film-Projekt! Danke.

Wie geht es weiter? Am Dienstag, den 25.10.2016 sind wir um 18.30Uhr live beim SWR in Stuttgart bei der Landesschau. Dort stellen wir auch unser Crowfunding-Projekt vor, unser Traum vom Film lebt und wir brauchen Eure Unterstützung. Danke!!

Danach radeln wir nach München weiter, die Preysingstraße 19 sollten wir am 31.10.2016 gegen 16h erreichen. Wir freuen uns auf Euch!

Danke für den grossartigen Empfang im Schwabenland! Ein Traum, ein Ziel, alles Kopfsache!!!!

Mit sportlichen Grüßen,

Julian und Nico.

Weitere Bilder findest Du in unserer Galerie.

Brasilien III – Zieleinlauf Rio de Janeiro – Olympia 2016

Brasilien

Wir haben es geschafft, unser Traum von Rio, unser Traum von den Olympischen Spielen 2016 ist hiermit Wirklichkeit geworden! Wir könnten platzen vor Glück! Am 467 Tag unserer Tour, nach 1554,77 Stunden im Sattel und exakt 28464 km auf den Bikes erreichen wir endlich die ersehnte Stadt am Zuckerhut und den berühmtesten Strand der Welt die Copacabana. Als wir vor über 15 Monaten in Deutschland starteten hatten wir keinen Ahnung was uns zwischen München und Rio erwartet. In 24 Länder wurden wir Zeugen von einzigartige Kulturen und atemberaubenden Landschaften, wir bedanken uns bei den vielen  Menschen entlang der Strecke, eure Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft war überwältigend ihr seid alle ein Teil dieser Reise und habt unser Abenteuer so unvergesslich, so bunt und einzigartig gemacht. Wir haben so unglaublich viele neue Freunde gefunden und allein ihr wart jede Strapaze, jeden Kilometer wert. Danke auch an unsere Familien und Freunde in der Heimat, bald sind wir wieder zurück, versprochen.

Ab jetzt gilt das Olympische Motto: „Dabei sein ist alles!“

So, jetzt ein kurzer Sprung 14 Tage zurück nach Florianopolis wo wir unseren letzten Blog online stellten.

Angelauslug und unsere Rettung. Mehr dazu im Text.

Unsere Rettung! Diese Jungs bringen uns auf die andere Seite der Lagune.

Nach Florianopolis hat uns der Highway BR-101 wieder, gewohnt gut ausgebaut führt dieser uns Kilometer für Kilometer gen Rio. Die Vorfreude auf Rio steigt mit jedem Meter, wir zählen die Tage runter, unsere Gefühlswelt steht vor Freude und Spannung Kopf und ein leichtes kribbeln ist unser ständiger Begleiter. Die Brasilianer sind der pure Wahnsinn und an Herzlichkeit kaum zu überbieten, wieder stehen uns die Häuser und Gärten offen, wir werden zum Frühstück, zum Abendessen oder auf ein kühles Bier eingeladen und haben quasi überall eine Riesen-Guadi. Brasilien es ist uns ein Ehre, Hut ab vor deinen tollen Einwohnern! Egal ob in Joinville bei Familie Tirelli, beim zelten im Garten eines Töpfers, eines Zoo-Besitzers oder beim campen auf dem Gelände eines Forschungszentrum im atemberaubenden Nationalpark wir haben wieder viel interessante Menschen getroffen und tolle Geschichten sammeln dürfen.

An manchen Tagen ist der Verkehr aber auch leicht kriminell, gerade in den Städten und insbesondere an den zahlreichen Ein- Ausfahrten ist wieder höchste Konzentration gefragt und wir sind jedesmal froh den Ballungszentren heil zu entkommen. Die Brasilianer sind irgendwie noch nicht so richtig in Olympia-Laune und sehen das anstehende Großevent eher skeptisch. Muss nach der Fußball-WM 2014 nur 2 Jahre später schon das nächste, sehr kostspielige, Großereignis auf brasilianischem Boden stattfinden? Wir haben andere Brennpunkte in unserm Land! Das ist die gängigste Aussage der Brasilianer, aber sobald Olympia startet „werden wir schon alle mitfiebern und kräftig feiern“ wurde uns zugesichert.

Wir verlassen den Bundesstaat Santa Catarina und fahren jetzt in Parana direkt an der Küste entlang in Richtung Sao Paulo. Durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit in der Nacht ist in der Früh alles klamm und nass, dementsprechend fällt das Aufstehen manchmal etwas schwerer. Aber unser Ziel und unser sportlicher Ehrgeiz motiviert uns täglich neu und so steigen wir artig jeden Tag mit dem Sonnenaufgang aufs Rad und radeln bis die Muskel schmerzen. Gott sei Dank haben wir uns für die Küstenstraße entschieden, in den Bergen fallen die Temperaturen z.T. unter den Gefrierpunkt und darauf hat keiner mehr Lust, die Anden und die Kälte sind für uns passe. Je näher wir Rio kommen umso öfter werden wir vor Rio selbst und den gefährlichen Bewohner gewarnt auch die gemeine Denque-Mücke soll auf den nächsten 500km recht aktiv sein.

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Kein Asphalt. 35km am Strand entlang.

Plötzlich hört die Strasse auf und wir müssen 28km auf dem, gut befestigten, Strand fahren, als dieser durch dichte Mangrovenwälder auch nicht mehr passierbar ist schauen wir doof aus der Wäsche. Was machen? Wir sind gestrandet wie Robinson Crusoe und die Flut setzt langsam ein, wir haben also keine Zeit mehr umzukehren und im Hinterland versperrt uns dichtes Gestrüpp und der Mangroven-Wald den Weg. Wieder einmal ist Improvisation gefragt, wir winken und rufen solange bis eine Bootscrew auf uns aufmerksam wird. Die Jungs kommen aus Sao Paulo und sind zum fischen unterwegs, kurzerhand werden die Räder aufs Boot geladen und wir kommen sicher bis zum nächsten Strandabschnitt, Glück gehabt. Weiter gehts auf Sand, der Wind bläst uns beinahe vom Rad. Ein weiteres Boot bringt uns sicher zum nächsten Hafen, wir geniessen die Fahrt durch eine herrliche Mangroven-Landschaft, Delphine und exotische Papageien begleiten uns. Wir sind heilfroh am Abend wieder Asphalt unter den Rädern zu haben, ein sehr abenteuerlicher und anstrengender Tag geht zu ende.

Wir bedanken uns bei Anja Tiedge von Spiegel-Online, Anja hat einen tollen Artike über uns verfasst, hier der Link zu ihrem und weiteren Artikeln über uns.

Danke auch für die vielen lieben Kommentare via Email, Facebook, SMS, WhatsApp etc. etc., wir haben uns sehr gefreut. Auch ein möglicher Ticketsponsor hat sich inzwischen bei uns gemeldet, von DERTOUR haben wir 2×3 Tickets zugesichert bekommen, wir sind jetzt also tatsächlich live in den olympischen Wettkampfarenen.

Eine Sache wollten wir aber doch noch kurz klarstellen, da es durch den Spiegel-Artikel zu kleineren Irritationen kam: Ja, wir werden gesponsert, aber ausschliesslich mit Produkten. Das tägliche Leben, essen, trinken, eventuelle Unterkünfte, Visa, Versicherungen, Ausflüge usw. zahlen wir komplett selbst und haben im Vorfeld hart dafür gearbeitet. In unserem Radelalltag werden wir  von KEINEM Sponsor finanziell unterstützt. Bitte macht euch auch keine Sorgen um „das Rentenloch“ und „die Lücke“ in unseren Lebensläufen welche durch diese Reise entstanden sind. Es wird vermutlich das schönste Loch und die abenteuerlichste und erlebnisreichste Lücke in unserem Leben sein, danke! Probiert es aus und lebt euren Traum, es funktioniert, geniesst die grosse Freiheit, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wunderschöner Abschnitt. Berge und Buchten bringen uns zum Schwitzen.

Wunderschöner Abschnitt. Berge und Buchten bringen uns zum Schwitzen.

Weiter gehts auf dem Highway BR-116 und dem SP-055, die Uhr tickt gnadenlos, Ruhetage bis Rio können wir uns keine mehr erlauben. Der Atlantik ist jetzt wieder treu an unserer Seite, die Wellen feuern uns an und puschen uns immer weiter. Die Küstenstraße ist idyllische, aber eben auch sehr hügelig, hören die Hügel eigentlich nie auf? An die 200.000 (!) Höhenmeter haben wir auf unserer kompletten Reise bislang bewältig, die Beine schmerzen, langsam reicht es mit den Höhenmetern. Jede Bucht muss umständlich ausgefahren werden, oft denken wir „das muss die letzte Bucht gewesen sein“, aber nix da, es findet sich, bei nass-grauem Wetter, immer eine weitere und noch eine und …

Den Grossraum von Sao Paulo lassen wir überraschend schnell und problemlos hinter uns, jetzt sind es nur noch 400km und 5 Tage bis Rio! Wir übernachten in Abrisshäusern, auf Baustellen und in leerstehenden Immobilien, wir nehmen alles was sich anbietet und uns vor dem nächtlichem Dauerregen schützt. Natürlich holen wir uns von den Besitzern vorher (meistens) ein Okay.

Der Küstenabschnitt zwischen Sao Paulo und Rio ist ein Traum, die vielen Surfer-Hotspots sind sehr verlockend, aber ausser einer kurzen Mittagspause können wir uns keinen Aufenthalt erlauben, Olympia rückt immer näher und die Zeit drängt. Wir kommen wieder, nächstes mal mit mehr Zeit, im Sommer und ohne Rad.

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Nach 28.000km steht das erste Mal Rio de Janeiro auf dem Schild.

Wir machen ganz nebenbei die 28.000km voll, der letzte Tausender vor Rio, der letzte Tausender als Trio, etwas Wehmut liegt in der Luft. Noch 3 Tage bis Rio, bergauf, bergab, was machen wir hier eigentlich? Auf dem BR-101 geht es weiter, der Wald wird dichter, die Sonne kommt durch, wir fahren durch den Dschungel, grün ist die beherrschende Farbe. Das WDR-Radio, das Radio von BR2 und Radio Energy rufen an und wollen ein Telefoninterview, der Empfang ist schlecht und bricht ständig ab, trotzdem geben wir gerne Auskunft, es rauscht und rattert. Auch die Süddeutsche Zeitung meldet sich, über 60 Minuten telefoniert Julian mit dem freundlichen Reporter aus München, den  tollen Artikel findet ihr hier.

Das Fahrradfahren steht aber weiterhin an erster Stelle in unserer Tagesordnung, Sandros Pedal bricht und muss nun zum dritten Mal angeschweisst werden. Die Räder sind am Limit und brauchen dringend eine grössere Wartung, Zeit haben wir leider keine mehr, den ultimativen Härtetest von über 28.400km sollten unsere TX-1000 Maschinen allerdings noch locker schaffen und Rio am Stück erreichen.

Wir wechseln wieder das Bundesland Sao Paulo ist Geschichte und ab Tag 463 fahren wir im Staat „Rio de Janeiro“ weiter. Den Staat haben wir also schonmal gefunden, fehlt nur noch die City dazu.

Zu Fuss zu Olympia. 19.000km. Es geht immer noch verrückter...

Zu Fuss zu Olympia. 19.000km. Es geht immer noch verrückter…

330km vor Rio lernen wir Sergey aus St. Petersburg/Russland kennen. Sergey ist nun geschlagene 19.000km (!) zu Fuss von Russland nach Brasilien gelaufen um sein Land anzufeuern, Wahnsinn! Größten Respekt vor dieser Leistung. Russland ist z.T. von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden, Sergey läuft trotzdem weiter „dabei sein ist alles!“ sagt er uns und läuft weiter. Das ist wahrer, unbeugsamer olympischer Sportgeist.

Die brasilianische Polizei zeigt sich wirklich als „Dein Freund und Helfer“, die Jungs helfen uns immer gerne und besorgen hier und da sogar kostenlose und sichere Unterkünfte. Brasilien zeigt sich modern und für Touristen offen und sicher.

2 Tage vor Rio feiern wir mit Sandro seinen 33zigsten, ahhh Entschuldigung 19ten, Geburtstag, als Gäste haben wir unzählige, fiese Moskitos die uns den ganzen Tag verfolgen und um den nötigen Schlaf bringen.

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Rudi lädt uns in sein Haus ein.

Die letzte Nacht vor unserm „just-in-time“-Einlauf übernachten wir bei Rudi einem Schweizer Auswanderer. Rudis Haus liegt nur noch circa 40km von der Copacabana entfernt, „die längste Anfahrt zum Strand“  neigt sich dem Ende zu. Rudi führt uns durch seine Favela und an den Strand, dort lernen wir 2 amerikanische Olympiateilnehmer kennen, die 2 starten beim Radrennen. Auch Laura Siegmund, die deutsche Tennis-Hoffnung treffen wir am Abend zufällig am Strand. Von unserer Geschichte sind alle drei sehr beeindruckt und beglückwünschen uns zu unserem Trip.

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Markus von der ARD schiesst noch schnell ein Erinnerungsfoto.

Ja und dann ist es geschafft, wir sind die letzten 14 Tage durchgefahrenen und erreichen daher, bei herrlichem Sonnenschein, ausgepowert aber glücklich am Tag 467 und nach 28454km die Copacabana. Das Navi vermeldet kühl „Sie haben ihr Ziel erreicht!“ Und jetzt beginnt die Show für uns erst richtig! Über 12 verschiedene TV- und Radiosender empfangen uns an der Copa und wir werden von den Passanten beklatscht und beglückwünscht: ARD, Bayrischer Rundfunk, ARD-Radio, N24, Kabel1, ServusTV, Ö3-Radio, DPA (Deutsche Presseagentur), CNN, diverse brasilianische Sender, Peru-TV u.v.a.,  es ist wie in einem verrücktem Traum. Heiner Brand, der ehemalige Handball-Nationaltrainer, gratuliert uns persönlich und möchte die Reiseroute genau erklärt haben. Wir besuchen das Deutsche Haus und auch das Österreich Haus hier wird Freibier ausgeschenkt. Zahlreiche Passanten kennen uns bereits und fotografieren munter drauf los, wir bekommen viele Getränke spendiert von wildfremden Menschen. Richtig realisiert haben wir das alles noch nicht, es passiert soviel um uns rum. Die ARD hat uns ins Olympia-Studio eingeladen, wir sollen kommenden Sonntag, den 06.08. 8Uhr MEZ, live und in Farbe von unserer Tour berichten.

Wir hatten einen Traum und haben diesen realisiert. Wir sind zu dritt  und vor allem gesund und munter in Rio angekommen und haben damit unser gemeinsames Teamziel reicht, wir haben allen Widrigkeiten gestrotzt und haben es zusammen geschafft und auch teaminterne Differenzen überwunden. Alleine in die Welt aufbrechen kann jeder, zu zweit muss man schon mehr Kompromisse miteinander aushandeln, zu dritt gleicht diese einem täglichem Balanceakt. Wir haben es geschafft und das ist eigentlich das größere Wunder dieser einzigartigen Reise.

Erinnerungsbild mit Handball Weltmeister Coach Heiner Brand.

Erinnerungsbild mit Handball Weltmeister Coach Heiner Brand.

Entspannung ist angesagt, jetzt dürfen die „richtigen“ Athleten zeigen ob ihre Vorbereitung ideal war. Wir geniessen jetzt erst einmal Rio und den tollen olympischen Flair, die Stadt vibriert vor Energie. Julian hat bereits das erste (inoffizielle) Gold für Deutschland geholt, mit 30 Plattfüßen ist er der Plattfuß-König von Rio und verweist Sandro mit 20 Plattfüßen auf Platz 2, Nico musste nur 19 Mal seinen Reifen flicken und landet mit Bronze auf einem dankbaren 3. Platz.

Sandro tritt aus privaten Gründen bereits nächste Woche seine Heimreise an, vorher besuchen wir aber noch einige Wettkämpfe zusammen. Wir bedanken uns bei unserer „bayrischen Dampfnudel“, für eine aufregende, unvergessliche Zeit. Nico und Julian bleiben bis zum Ende der Spiele und berichten live aus Rio, mal schauen wie es danach weiter geht.

Danke für euer Interesse an unserer Tour und die Unterstützung auf der kompletten Reise.

Es war uns eine Ehre!

Mit sportlichen Grüßen,

Julian, Nico und Sandro

Weitere Bilder sind in unserer Galerie zu sehen.

Mexiko No. 3 – Gringos, „muchas montañas“, 24h Kino & der Traum von Kuba

Mexiko
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Egal wo man hinschaut, Acapulco ist umzingelt von Bergen.

Acapulco möchte uns nicht gehen lassen und stellt uns neben enormen Stadtverkehr auch einige Berge als Hindernis auf. Da die Stadt eingekesselt von schützenden Hügeln liegt, sind die ersten 20 Km eine echte Herausforderung, welche uns letztendlich aber auch nicht stoppen kann. Der altbekannte Highway Mexico 200 treibt uns weiter in den Süden, nebenbei machen wir die 12.000 Kilometer voll. Die Strasse ist eng und dicht befahren, wir versuchen die Abenddämmerung und die Dunkelheit im Allgemeinen eher zu meiden, einige Male missglückt dies und wir fahren die letzten Kilometer mit erhöhter Aufmerksamkeit und gesteigertem Puls.

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Pause am Strand, wir ahnen noch nicht was auf uns zukommt…!

Wir strampeln durch saftig grüne Landschaft, vorbei an Feldern auf welchen Mangos, Bananen, Papayas, Mandarinen und andere exotische Früchte wachsen. Gerade in den kleinen Ortschaften werden wir sehr freudig begrüsst, Kinder kommen angerannt, begrüßen uns mit „Gringo oleole“ (Gringo = Fremder/Ausländer) bestaunen unsere Bikes oder schnorren sich ein paar Pesos. Das Leben spielt sich draussen ab, der Metzger schlachtet auf der Strasse, gekocht wir auf offenen Feuerstellen, Wäsche wird im Fluss gewaschen, Frauen balancieren Essen oder Einkäufe auf dem Kopf, es ist ein „24-Stunden-Film“ in welchem wir uns live befinden und wir nie genau wissen was als nächstes passiert.

Ab Cuajinicuilapa ist der Highway 200 ein einziges Auf und Ab, wir steigen und fallen, fahren Flusstäler hinunter und geniessen tolle Ausblicke von zahlreichen Gipfeln. Viele Autofahrer scheinen ihren Führerschein in der Lotterie gewonnen zu haben, zahlreiche Kreuze am Strassenrand sind stumme Zeugen von Übermut, fehlender Sicherheit, totaler Überladung, Einfluss von Alkohol oder einfach menschlichem Versagen.

In Puerto Escondido haben wir die wärmste Nacht, auch nach Mitternacht fällt die Temperatur nicht unter 30 Grad und die Schwüle raubt uns den dringend benötigten Schlaf, bei Nico und Sandro kommen noch Magenprobleme hinzu, es ist die Hölle.

Mexiko ist Taco-Land, überall gibt es die kleinen gefüllten Teigtaschen, inzwischen ist allerdings das Brathühnchen zur unserer Leibspeise geworden. Wo der Deutsche morgens um halb zehn sein Knoppers isst, geniessen wir, ob morgens, mittags oder abends Hühnchen, eindeutig gewinnt hier der Mexikaner.

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Überreste eines der vielen toten Tiere am Straßenrand.

Traurig sind wir über die vielen toten Tiere im Strassengraben, gerade an toten Hunden fahren wir extrem oft vorbei. Unsere komplette Reise sind wir mit überfahrenen Tieren konfrontiert, ob Hase, Bär, Schlange, Kuh, Esel, Katze, Dachs, Echsen oder eben Hunde, inzwischen ist unsere Liste verschiedenster Tierarten lang und traurig. Schon hunderte Meter vorher kommt der üble Verwesungsgeruch an und es kostet Überwindung die zerfetzten Kadaver zu passieren.

Die Mexikaner sind echte Umweltschweinchen, der viele Müll im Strassengraben lockt wiederum Strassenhunde an, welche uns hinterher jagen um ihr Revier zu verteidigen. Bislang gingen solche Begegnungen immer gut aus und wir sind froh über unsere zuverlässigen Tx-1000 Räder. welche in solchen Situationen nie gestreikt haben.

Die Ortschaften sind jetzt weiter auseinander und so fahren wir in 10 Tagen weit über 1000 Kilometer, obwohl das Streckenprofil eher kürzere Tage einfordert. In Salina

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Wilde Mexikaner….Parade in Salina Cruz.

Cruz haben wir endlich den ersehnten kurzen Tag, legen die Füsse hoch, bestaunen eine Schulparade welche an Fasching erinnert und geniessen das Leben in dem kleinem  Küstenstädten. Mit Salina Cruz verlassen wir den 200er und fahren erst auf dem 185er, später auf dem 190er weiter. Wir kommen durch einen riesigen Windradpark, dementsprechend windig werden uns die Tage hinter Salina Cruz in Erinnerung bleiben.

Die Grenze zu Guatemala ist nah, nur noch knapp 300Km trennen uns, aber wir treffen eine Entscheidung. Obwohl wir keinerlei konkrete Hinweise auf eine Fährverbindung zwischen Mexiko und Kuba haben, entscheiden wir uns für den

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Gibt es eine Fähre nach Kuba oder nicht… es bleibt die Ungewissheit!

knapp 1200 Kilometer Umweg. Die Mexikaner machen uns wenig Hoffnung, die Aussagen sind sehr widersprüchlich und ändern sich scheinbar von Tag zu Tag und von Region zu Region, allerdings ist die mehrheitliche Meinung ein eindeutiges „Nein!“. Die Hafenbehörde, welche wir kontaktiert haben, gaben ebenfalls ein negatives Feedback. Auch im Internet oder andere Informationsquellen geben nichts klares über eine mögliche Fährverbindung zwischen den beiden Staaten her. Von der Westküste wollen wir also Mexiko komplett durchqueren um an der Ostküste unser Glück zu versuchen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, notfalls rudern wir rüber….Viva la Revolution!!!

Die Entscheidung „pro Kuba“ ist auch eine Entscheidung für die Berge, wir steigen an manchen Tagen über 2300 Höhenmeter, es ist eine extreme physische und psychische Herausforderung, der Highway 190 schlängelt sich gemütlich die Berge rauf und wir verzweifeln, mit 5-7 kmh, an den endlosen Serpentinen. In den Bergregionen lebt eine andere Schlag Menschen, wir werden skeptisch beobachtet und die Menschen sind wesentlich verschlossener als an den Küsten. Der Nebel, der dichte Wald und die wenigen Siedlungen gibt dem ganzen Unterfangen eine mystische Note.

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Dichter Nebel hängt in den Bergen. Erst auf 2400 Metern reisst der Himmel auf.

Nach zahllosen Stunden am Berg sind wir über den Wolken und finden in San Cristobal eine tolles, verwinkeltes, freundliches, buntes und historisches Bergstädtchen, perfekt für einen Ruhetag. Geprägt von zahlreichen Kirchen, kleinen

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Traditionelles Leben in San Cristobal.

Häuschen, schmalen Gassen liegt San Cristobal eingebetet von (noch höheren) Bergen auf 2150m und könnte auch ein italienisches oder spanisches Bergdorf sein. Die Menschen hier in den Hochebenen sind scheinbar noch gläubiger wie im restlichen Mexiko, allgemein werden wir oft in Gebete aufgenommen oder es wird uns ein gesegneter Weg gewünscht, ein gutes Gefühl.

In den Bergen machen wir, am 212 Tag, unsere 13.000 Km voll, also noch gut 1000 Km bis uns Fidel Castro in Kuba mit Zigarre und Rum begrüssen darf.

Nach San Cristobal erreichen wir nach kurzem, aber knackigem Anstieg mit 2400m den ersehnten Pass. Gezäumt von Tannen, grossen Weiden und vielen Bergen könnte die Strasse auch die Schwarzwaldhochstrasse sein, der Nieselregen, die tiefen Wolken und die kühlen Temperaturen zeigen uns jedenfalls ein, bislang, unbekanntes Mexiko.

Die restliche Strecke bis Palenque (aktueller Standort) auf dem Highway 199 auch „Maya-Route“ genannt, ist ein Traum, wir haben viele längere Abfahrten und fallen auf

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Palenque, die Heimat der Mayas.

knapp 100 Höhenmeter. Die Tannen weichen schon bald einem endlosem Regenwald und wir sind schlicht beeindruckt von der puren Schönheit der Natur. Wasserfälle, Schluchten, Täler, exotische Tiere und eine endlose grüne Landschaft bleiben uns lange in Erinnerung. Dank der vielen Bremshügel hier „Topes“ genannt, müssen wir alle paar hundert Meter abbremsen, daher ist bei jeder Abfahrt höchste Konzentration gefragt. Dir Bremshügel ersetzten Ampeln, Zebrastreifen und Schilder, sind äusserst effektiv und es gibt tausende von diesen circa. 20 cm hohen, nervigen Hügelchen.

In Palenque feiern wir unser „7-monatige Reise“ und begutachten an einem weiteren Ruhetag die weltberühmten Maya Ruinen. Die Mayas waren Baumeister und Künstler zugleich, sehr beeindruckend was diese tolle Kultur vor knapp 1300 Jahren hier, im mexikanischen Regenwald, erbaut hat. Natürlich ist auch der  Pauschaltourist nicht weit, über genügend Besucher kann sich die Region zumindest nicht beschweren, der Massentourismus ist angekommen und schockt uns einwenig.

Unsere Räder  beweisen sich als absolut bergtauglich und meistern jede Herausforderung mit Bravur, danke an die Fahrradmanufaktur welche uns mit den Tx-1000 Rädern toll unterstützt. Unser Merinowäsche von Kaipara können wir nur jedem Reisendem empfehlen, egal bei welchem Wetter, egal welche Klimazone, wir fühlen in den bequemen, stylischen, und funktionellen Klamotten pudelwohl. Dank unserem Partner GoalZero geht unseren Batterien und anderen Gerätschaften, selbst am Berg, nie die Energie aus, mit den Solarpanels sind wir unabhängig und können die Natur noch intensiver geniessen.

Wir wünschen eine schöne, besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Auch die Mexikaner bereiten sich auf Weihnachten vor, für uns fühlt sich das allerdings, bei tropischen Temperaturen und Palmen, seltsam an.

Sonnige Grüße,

Julian, Nico und Sandro.

Weitere Bilder gibt es in unserer Galerie.

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Mexikanischer Weihnachtsbaum.

10 Tage noch bis zum Beginn der Reise

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Die letzten 10 Tage bis zum Beginn unserer langen Fahrradreise sind angebrochen.

In den vergangen Wochen haben wir einiges von unserer langen ‚To-do Liste‘ abgearbeitet.

Einige Punkte auf dieser Liste waren unter anderem:

  • Sammeln von Informationen über die verschiedenen Länder
  • Abschließen einer Auslandskrankenversicherung
  • Impfen lassen
  • Kündigen von laufenden Verträgen
  • Beantragen des US-Visums
  • Erstellen der Website
  • Buchen der Flüge
  • Kontaktaufnahme zu möglichen Sponsoren
  • Organisieren von weiterem Equipment
  • Zusammenstellen einer Reiseapotheke
  • bis hin zum Einfahren und Probe bepacken der neuen Räder

Pünktlich zum Start haben wir noch eine Ladung Aufkleber erhalten und unser Fahrradsponsor hat einen Bericht über unsere Reise in seinem Magazin verfasst.

Jetzt kann es bald losgehen, wir freuen uns sehr!

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Zeitungsinterview – Auch Andere schreiben über uns!

Deutschland

Über das Internet ist der Schwarzwälder Bote auf uns aufmerksam geworden und hat per Mail um ein Interview gebeten. Wir haben uns natürlich sehr über diese Anfrage gefreut und uns gerne in unserer Schwäbischen Heimat mit dem Reporter, Cornelius Eyckeler, getroffen. Nach einem ausführlichen Gespräch über das Trio for Rio, die Reise, die Unterkünfte, die Planung und wie man auf so eine verrückte Idee kommt, erschien am Samstag, den 21.03.2015, unser erstes Zeitungsinterview.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottenburg-wenn-nicht-olympia-dann-eben-karneval.155b0934-c6b3-4981-8b83-e6b6833ce16e.html

Zeitungsartikel oder sonstige Berichte über uns werden auf unserer Seite unter dem Punkt ‚Andere über uns‚ aufgeführt.
So findest Du nicht nur von uns Geschriebenes, sondern auch was Andere über uns und die Fahrradreise berichten.

Viel Spaß